Kreis Viersen: Starker Anstieg bei der Arbeitslosigkeit

Kreis Viersen : Starker Anstieg bei der Arbeitslosigkeit

Die konjunkturelle Flaute und das eisige Winterwetter haben im Kreis Viersen zu einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. Mit 10407 stehen 921 mehr Arbeitslose zu Buche als vor Monatsfrist. Die Quote stieg von 6,3 auf 6,8 Prozent. Trotzdem ist es das beste Januarergebnis seit 16 Jahren. Für Peter Ewert, den Leiter der Agentur für Arbeit Krefeld-Kreis Viersen, ist das Januarergebnis keine Überraschung: "Vor allem das kalte Winterwetter und die gedämpften wirtschaftlichen Erwartungen haben dazu geführt." Im Januar hätten sich über 40 Prozent mehr nach einem Jobverlust gemeldet als noch im Dezember: "Gleichzeitig wird es schwerer, eine neue Stelle zu finden. Die Kräftenachfrage liegt um knapp 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau."

Die konjunkturelle Flaute und das eisige Winterwetter haben im Kreis Viersen zu einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. Mit 10 407 stehen 921 mehr Arbeitslose zu Buche als vor Monatsfrist. Die Quote stieg von 6,3 auf 6,8 Prozent. Trotzdem ist es das beste Januarergebnis seit 16 Jahren. Für Peter Ewert, den Leiter der Agentur für Arbeit Krefeld-Kreis Viersen, ist das Januarergebnis keine Überraschung: "Vor allem das kalte Winterwetter und die gedämpften wirtschaftlichen Erwartungen haben dazu geführt." Im Januar hätten sich über 40 Prozent mehr nach einem Jobverlust gemeldet als noch im Dezember: "Gleichzeitig wird es schwerer, eine neue Stelle zu finden. Die Kräftenachfrage liegt um knapp 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau."

Mehr junge Leute ohne Job

Alle Personengruppen sind vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen, lediglich bei den Langzeitarbeitslosen fiel er verhältnismäßig gering aus. Saisontypisch sind mehr Jugendliche unter 25 Jahren ohne Job. Im Januar enden betriebliche Ausbildungen, die auf dreieinhalb Jahre angelegt sind. Viele junge Menschen, die mit der Winterprüfung ihre Ausbildung abgeschlossen haben und nicht übernommen worden sind, haben sich in den letzten Wochen zur Arbeitsagentur begeben. Hinzu kommen junge Leute, die im vergangenen Sommer und Herbst nach der Prüfung einen befristeten Arbeitsvertrag bekommen haben, der jetzt nicht verlängert wurde. Im Kreis Viersen sind aktuell 1925 Jugendliche ohne einen Arbeitsplatz, 158 mehr als Ende des Vorjahres.

Im abgelaufenen Monat haben sich im Kreis Viersen 2477 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 635 mehr als im Dezember. Gleichzeitig sank die Zahl derjenigen, die sich mit einem neuen Job abmeldeten, um 183 auf 1659. Dass die Zahl der Zugänge deutlich über den Abgängen liegt, ist saisontypisch, fiel allerdings in diesem Jahr besonders drastisch aus.

  • Dinslaken : Leichter Anstieg: Über 4100 Menschen sind arbeitslos
  • Erkelenzer Land : Höhere Arbeitslosigkeit ist saisonbedingt
  • Mönchengladbach : Arbeitslosigkeit wächst trotz Job-Booms

Die einzelnen Kommunen meldeten gestern folgende Zahlen: Brüggen 458 (Dezember 413) Grefrath 418 (361) Kempen 1167 (1054) Nettetal 1688 (1550) Niederkrüchten 323 (295) Schwalmtal 553 (519) Tönisvorst 780 (706) Viersen 3821 (3570) Willich 1199 (1108)

(RP)