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Stadtsportverband Kempen wünscht mehr Mitsprache

Kempen : Stadtsportverband Kempen will sich weiter einmischen

Seit dem Neustart Ende 2016 tritt der SSV mit vielen Ideen und Wünschen an Stadt und Politik heran.

Seitdem ein Vorstandsteam um den Mediziner Prof. Winand Lange den Stadtsportverband (SSV) Kempen führt, weht ein frischer Wind in dem Gremium, das 33 Sportvereine mit insgesamt 12.000 Mitgliedern vertritt. Das wird immer wieder in den Sitzungen des Sportausschusses des Kempener Stadtrates deutlich, wo Lange, der sportlich in der Tennisabteilung des TuS St. Hubert verwurzelt ist, stets engagiert die Interessen des Kempener Vereinssports vertritt. Das wird auch von der Politik anerkannt. Im Sportausschuss schätzt man die Arbeit des SSV nach Jahren der Lethargie in dem Verband.

Gleichwohl stoßen Lange und seine Mitstreiter auch an Grenzen. So zog der SSV in der jüngsten Sitzung einen Antrag zurück, bei der Verwendung der so genannten Sportpauschale mit entscheiden zu wollen. Die Fördersumme, die die Stadt Kempen jährlich für Instandhaltung und Neubauten der Sportstätten vom Land erhält, ist nicht besonders hoch. Für das Jahr 2018 wurde der Stadt Kempen eine Pauschale in Höhe von 94.433 Euro zur Verfügung gestellt. Der SSV forderte mehr Transparenz bei der Verwendung der Mittel. Die Stadt möge offen legen, wohin die Gelder fließen. Der SSV hat Sorge, dass die Pauschale im allgemeinen städtischen Haushalt untergebuttert wird und nicht dem Sport zugute kommt. Außerdem wünschte der Verband ein Mitsprachrecht bei der Vergabe der Mittel, wie es Sportverbände in anderen Kommunen bereits haben. Der SSV-Vorsitzende schlug dazu einen „Pakt für den Sport“ vor.

Eine Mitspracherecht bei der Mittelvergabe lehnte die Politik im Sportausschuss indes ab. Gleichwohl räumte man dem SSV das Recht ein, Vorschläge zu machen für die jährliche Verwendung der Sportpauschale. Dem SSV in Kempen ist auch daran gelegen, dass die Fördermittel strukturiert für die Sanierung von Sportstätten genutzt werden. Eine Prioritätenliste wäre da hilfreich. Man einigte sich im Ausschuss schließlich darauf, dass der Verband eine Wunschliste mit Prioritäten erarbeitet und der Politik zur Beratung vorlegt.