Stadt Kempen: Stadt will Mobilheime für Flüchtlinge kaufen

Stadt Kempen : Stadt will Mobilheime für Flüchtlinge kaufen

Die ersten Flüchtlinge sind dieser Tage in die ehemalige Johannes-Hubertus-Schule in St. Hubert eingezogen. Die Stadt hatte kurzfristig das leer stehende Gebäude der früheren Förderschule hergerichtet.

Wie der Technische Beigeordnete Stephan Kahl in der Vorlage für die nächste Sitzung des Bauausschusses - der tagt am Montag, 31. August, um 18 Uhr, im Sitzungssaal des Kempener Rathauses am Buttermarkt - mitteilt, wurde unter anderem eine Trennwand zur Garderobe des benachbarten Forums erstellt. Außerdem wurden Duschen eingebaut und Waschmaschinen installiert. Die Kosten sind mit 20.000 bis 30 000.Euro kalkuliert.

Parallel zum Umbau im Bestand hat die Bauverwaltung die Kosten für drei zusätzliche Wohnmodule ermittelt, die am vorhandenen Standort einer Flüchtlingsunterkunft am Hütterweg in Kempen errichtet werden sollen. Sie bieten Platz für 60 Personen und sollen im Spätherbst aufgestellt werden, wenn der Stadtrat in seiner Sitzung am 29. September Ausgaben von insgesamt 645.000 Euro freigibt. Außerdem überlegt die Stadt, am Standort der Flüchtlingsunterkunft am Neuenweg in Tönisberg eine vierte Einheit anzubauen.

Die bestehenden Objekte Hütterweg, Neuenweg und Voesch 91 sollen in den nächsten Monaten saniert werden. Die mobilen Wohnheime haben teilweise Schäden durch Feuchtigkeit. Am Neuenweg wird derzeit exemplarisch eine Sanitäreinheit saniert, um die Wohnverhältnisse für die Asylbewerber zu verbessern und vor allem gravierende Folgeschäden zu verhindern. Sollte die Sanierung der Bäder in diesen Wohnheimen funktionieren, will die Stadt auch die anderen Objekte, die gleicher oder ähnlicher Bauart sind, renovieren. Kosten dafür sind noch nicht kalkuliert.

Gleichwohl weiß man im Kempener Rathaus, dass weitere Unterkünfte für Flüchtlinge geschaffen werden müssen, will man diese nicht in Turnhallen unterbringen.

(RP)
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