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Stadt Kempen will auch in Schulen Energie einsparen​

Gespräche zwischen Schulen und Stadt geplant : Stadt Kempen will auch in Schulen Energie einsparen

Die Stadt will sich mit den Schulen abstimmen. Denn die Schulleiter, sagt Stadtsprecherin Muschalik-Jaskolka, würden ihre Gebäude schließlich am besten kennen.

Die Stadt Kempen will auch an den Schulen nach Möglichkeiten suchen, dort Energie einzusparen. Das geht aus einer Vorlage hervor, die die Stadtverwaltung für die Ratssitzung am Dienstag, 27. September, erstellt hat. Durchschnittlich 291.000 Kubikmeter Gas verbraucht die Stadt pro Jahr für ihre eigenen Liegenschaften – 82.000 Kubikmeter fließen in die Schulen. Nach Maßgabe des von der EU-Kommission beschlossenen Notfallplans beabsichtige die Verwaltung, den Gasverbrauch für ihre Immobilien um zunächst 15 Prozent zu reduzieren, heißt es in der Vorlage weiter. Doch um diese Vorgabe zu erreichen, seien weitere Maßnahmen erforderlich, die die Verwaltung aufgelistet hat. „Deutlich wird jedoch, dass auch Maßnahmen an Schulen umgesetzt werden müssen, da hier hohe Verbräuche zugrunde gelegt werden können“, so Bürgermeister Christoph Dellmans (parteilos). Daher sei eine kurzfristige Abstimmung mit den Schulleitungen über Vorschläge erforderlich, erste Gespräche seien geführt worden.

Über eine mögliche Absenkung der Raumtemperatur an Schulen – in Viersen etwa wird eine Absenkung um zwei Grad auf dann 20 Grad an weiterführenden Schulen in Erwägung gezogen – will man in Kempen noch nicht sprechen: Die Energiesparverordnung des Bundes gebe für öffentliche Gebäude eine maximale Raumtemperatur von 19 Grad an, Schulen seien davon aber explizit ausgenommen, erklärte Kempens Stadtsprecherin Johanna Muschalik-Jaskolka dazu am Donnerstag. Die Stadt wolle mit den Schulleitungen gemeinsam überlegen, wo man Energie einsparen könne, „schließlich kennen sie ihre Schulen am besten.“

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An den Schulen wird corona-bedingt weiterhin ständig gelüftet, zudem achte man auf die CO-Messgeräte, erklärte Uwe Hötter, Leiter der Gesamtschule Kempen und Sprecher der Schulleiter: „Wir machen alles mit, was verantwortbar ist und hilft. Aber Unterricht muss in der Schule möglich sein.“

(biro)