1. NRW
  2. Städte
  3. Kempen

Stadt Kempen kann offene Stellen im Jugendamt wieder besetzen

Erzieher gesucht : Kempen findet neue Mitarbeiter für Jugendamt und Kitas

Die Stadt Kempen hat offene Stellen im Jugendamt, in Kitas und im offenen Ganztag besetzen können. Doch im Rathaus fehlen weiterhin viele Mitarbeiter.

Eine gute Nachricht konnten Kempens Bürgermeister Christoph Dellmans (parteilos) und der für den Schul- und Sozialbereich zuständige Beigeordnete Bennet Gielen zu Jahresbeginn nun verkünden: Der Stadt Kempen ist es gelungen, für die offenen Stellen im Amt für Kinder, Jugend und Familien sowie in den städtischen Kindertageseinrichtungen und im offenen Ganztag (OGS) weitere Mitarbeiter zu finden.

Über den Personalmangel gerade im sozialen und pädagogischen Bereich hatte die Stadtspitze in den vergangenen Monaten immer wieder geklagt. Seit Juli konnten inzwischen im Kita-Bereich zehn offene Stellen nachbesetzt werden, im OGS-Bereich sechs. Weitere Mitarbeiter für den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) des Jugendamts kommen jetzt hinzu, unter anderem als Kinderschutzfachkraft und für den Bereich Vormundschaften. Zum 1. April folgen eine Mitarbeiterin für die Kita-Fachberatung sowie eine Mitarbeiterin, die den Bereich Kinder- und Jugendarbeit sowie OGS beim Jugendamt übernimmt. Gielen zufolge soll mit den Neuzugängen das Jugendamt dann wieder komplett besetzt sein. Zuletzt hatten Kräfte aus der Schulsozialarbeit im ASD ausgeholfen. Die Zusammenarbeit wird nun nicht beendet sein: Laut Gielen wollen sich ASD und Schulsozialarbeit künftig enger vernetzen, um im Austausch zu bleiben.

  • Eine gesunde und nachhaltige Küche in
    Anfragen an die Stadt : Kempener Grüne stellen Kita-Essen in den Fokus
  • Die Vorster Straße ist ab Montag
    Straßenbaumaßnahme in Kempen : Vorster Straße in Kempen wird ab Montag gesperrt
  • In Kempen beginnen am Montag, 17.
    Umleitung über Peschweg : Stadt kündigt Bauarbeiten in Kempen ab Montag an

Die Nachbesetzungen im sozialen und pädagogischen Bereichen dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Stadt nach wie vor Personal fehlt. „Wir haben immer noch insgesamt eine sehr angespannte Lage im Rathaus“, so Bürgermeister Dellmans. Weiterhin sind rund 50 Stellen unbesetzt. Umstrukturierungen und Modernisierungen sollen dazu beitragen, nicht nur neue Mitarbeiter zu gewinnen, sondern die Arbeit auch so zu verteilen, dass die vorhandenen Mitarbeiter sie noch stemmen können. Konzepte dazu will die Verwaltung in der nächsten Sitzung des Personalausschusses vorstellen.

Denkbar ist etwa, Ämter zusammenzulegen und die interkommunale Zusammenarbeit zu intensivieren – Lohnabrechnungen etwa könnten an einer Stelle gemacht werden, so Dellmans. Auch im Kinder- und Jugendbereich würden die Kommunen zusammenarbeiten müssen, betont Gielen. Denn von anstehenden Herausforderungen durch das Kinder- und Jugendschutzgesetz seien alle gleichermaßen betroffen. An der interkommunalen Zusammenarbeit führe kein Weg vorbei, sagt Dellmans: „Der Fachkräftemangel wird uns dazu zwingen.“ Gleichzeitig versucht die Stadt, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Dazu sollen Image-Videos, Stellenanzeigen auf unterschiedlichen Plattformen und die Teilnahme an der Check-In-Berufswelt beitragen.