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St. Hubert: Blumen und Kerzen zum Gedenken an die Unfallopfer

Schwerer Verkehrsunfall in St. Hubert : Blumen und Kerzen zum Gedenken an die Unfallopfer

Der schwere Verkehrsunfall, der sich am Donnerstagnachmittag zwischen St. Hubert und Tönisberg ereignet hat, beschäftigt die Menschen. Notfallseelsorger kümmerten sich um die Angehörigen und die Mitschüler und Lehrer des bei dem Unfall getöteten Zwölfjährigen. Passanten gedachten der Opfer an der Unfallstelle.

Auch am Wochenende war der schwere Verkehrsunfall, der sich am Donnerstagnachmittag auf der Tönisberger Straße zwischen St. Hubert und Tönisberg ereignet hat, Gesprächsthema im Kendeldorf. Er bewegt die Bürger, weil sie sowohl den Unfallverursacher als auch die Unfallopfer kennen. Menschen, darunter Freunde des getöteten zwölfjährigen Jungen, haben an der Unfallstelle in Höhe des Schadbruchs Kuscheltiere, Kerzen und Blumen abgelegt. Spaziergänger hielten am Samstagnachmittag an der Unfallstelle inne. In den Gottesdiensten wurde des getöteten Jungen und der anderen Unfallopfer besonders gedacht.

Andreas Bodenbenner, Gemeindereferent der Katholischen Kirchengemeinde Kempen und Koordinator der Notfallseelsorger im Kreis Viersen, berichtete, dass vier seiner Kollegen am Donnerstag an der Unfallstelle im Einsatz waren. Sie begleiteten auch die Polizei zu den Angehörigen. Am Freitag waren sie in der Schule des verunglückten Jungen und sprachen mit Klassenkameraden und Lehrern. „Alle Unfälle sind schlimm, bei denen man der Familie die Nachricht vom Tod eines Angehörigen mitteilen muss“, sagte Bodenbenner. „Wenn dann noch Kinder ums Leben gekommen sind, ist das besonders schwer.“ Alles zu verarbeiten, brauche viel Zeit, erklärte er.

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Die Ermittlungen der Polizei zum Unfallhergang dauern weiter an. Fest steht indes, dass der 24-Jährige, der bei dem Unfall ebenso wie die 39 Jahre alte Mutter des getöteten Jungen schwer verletzt worden war, mit der Familie nichts zu tun hat. Er war als Jogger unterwegs und zufällig zur gleichen Zeit an der Stelle, als der Unfall passierte. Die Polizei hatte das Alter des jungen Mannes zunächst fälschlicherweise mit 43 Jahren angegeben, später aber korrigiert.