1. NRW
  2. Städte
  3. Kempen

Spotlightabend an der Liebfrauenschule in Mülhausen

Mülhausen : Spotlightabend an der Liebfrauenschule

Oberstufenschüler des Mülhausener Gymnasiums präsentieren kulturelle Höhepunkte.

Kaum dass Lara Voß und Hanna Arend die Bühne verlassen haben, startet der Applaus im PZ der Liebfrauenschule Mülhausen. Unter dem anhaltenden Klatschen tauchen Marcel Schmidtke und Karsten Spohn in das Licht der Bühnenbeleuchtung ein. „Das ist der Moment, auf den Sie alle gewartet haben, unser Spotlight­abend“, begrüßen die beiden Oberstufenschüler die zahlreich erschienenen Gäste, deren Anzahl so groß ist, dass noch Stühle hinzugestellt werden müssen.

Allerdings ist die erste Stuhlreihe komplett leer. „Die haben wir eigentlich für Kinder reserviert, damit sie gut sehen können. Bitte alle Kinder nach vorne, aber ohne Eltern“, gibt Karsten vor. Im Publikum setzt Getrippel ein. Etliche Kinder verlassen ihren Platz, um die vordere Spitzensicht-Position einzunehmen. Kaum ist wieder Ruhe eingekehrt, kündigt Marcel ein Highlight des Abends an. „Wir werden nachher zusammen gymnastische Übungen machen. Freuen Sie sich“, bemerkt er mit einem breiten Lächeln.

Bevor aber Eigeninitiative gefordert wird, ist Zuhören und Konsumieren angesagt. Ob Max von Oppenkowski, der am Klavier vor der Bühne, beleuchtet von einem einzelnen Lichtspot in dem ansonsten dunklen PZ, mit „All of me“ begeistert oder Florian Klingen, Jan Niklas Laurenzen und Vivianne Goergen, die mit Gitarren und dem Song „Irony“ auftreten – jede Menge Beifall belohnt die einzelnen Auftritte. Zum nunmehr neunten Mal geht der Spotlightabend, umgesetzt von den Abiturienten, an den Start.

Gleichberechtigung ist dabei das Thema. Die Schüler haben den Abend unter das Motto „Diversity – proud to be different“ gestellt. Vielfalt spiegelt sich auch in den einzelnen Programmpunkten wider. Ob mit dem Tanzvideo „Battlefield“, das per Beamer und Leinwand über die Bühne flimmert, weiteren Klaviersolos und musikalischen Gesangseinlagen sowie Stücken der Big-Band der LFSM unter der Leitung von Jakob Stauber – es geht kunterbunt zu. Viel Spaß bringt die „Live-Schaltung“ in die Chemieräume des Gymnasiums mit sich. Die Aufzeichnungen von Vulkanausbrüchen und Wasserstoffexplosionen zeigen, wie vielschichtig Unterricht an sich ist.

Ungewöhnlich dann der Auftritt von Ronja Neuschäfer. Die Gymnasiastin ist der Gebärdensprache mächtig und begleitet den Song „Bis hier und noch weiter“ mit ihren Händen. Eine eindrucksvolle Darbietung. Zwischendurch die angekündigte Gymnastik. Die drei Moderatoren, zu Marcel und Karsten gehört noch Pascal De Murtas, tauchen mit Handtüchern um den Hals hängend auf der Bühne auf. „Alle bitte aufstehen und schön strecken“, lautet die erste Vorgabe. Mit herzlichem Lachen macht der Abendsport im PZ die Runde. Beste Stimmung beim Hüpfen, Hüften kreisen lassen und Armeinsatz. Die durchweg pfiffige Moderation kommt überhaupt bestens an.

Dann der Höhepunkt: Die Gymnasiasten haben ein Tanzmusical einstudiert. Basierend auf dem Film „The Greatest Showman“ haben fünf Abiturienten ein Drehbuch geschrieben, das die Geschichte von Phineas Taylor Barnum in gekürzter Version wiedergibt. Eine beeindruckende Vorführung, die dem Ganzen den krönenden Abschluss verleiht.