Sportlerehrung der Gemeinde Grefrath

Eisschnellläuferin Katja Franzen Sportlerin des Jahres : Grefrath ehrt seine erfolgreichen Sportler

104 Sportler standen bei der Sportlerehrung der Gemeinde Grefrath im Mittelpunkt. Eisschnellläuferin Katja Franzen ist Sportlerin des Jahres. Als Mannschaft des Jahres wurde die Behinderten-Schwimmstaffel der DLRG ausgezeichnet.

Tische, mit Rosen und Kerzen feierlich geschmückt, gedämpfte Beleuchtung – in der Albert-Mooren-Halle in Oedt wurden am Freitagabend in stilvollem Ambiente die Sportler und Gäste anlässlich der Sportlerehrung von Gemeinde und Gemeindesportverband Grefrath begrüßt. Wobei die Auszeichnung Sportlerin des Jahres 2018 mit besonderer Spannung erwartet wurde. Es ist die Eisschnellläuferin Katja Franzen. Bei der Mannschaft des Jahres 2018 hatte die Behinderten-Schwimmstaffel der DLRG-Ortsgruppe Grefrath die Nase vorn.

Herbert Kättner, Vorsitzender vom Gemeindesportverband Grefrath, hielt die Laudatio auf Katja Franzen. Die 29-Jährige ist Deutsche Vizemeisterin im Eisschnelllauf über 500 Meter. Und das bereits zum vierten Mal in Folge. In Oedt aufgewachsen nahm sie als Achtjährige an einem Landesprogramm zur Talentsichtung teil. Seitdem ist sie Mitglied im Eisschnelllaufclub Grefrath. Talent und Trainingsfleiß brachten herausragende Erfolge. Von 2004 bis 2008 wurde die Oedterin vier Mal Deutsche Junioren-Meisterin. 2005 gewann sie die Viking-Race, die inoffiziellen Junioren-EM. Beim Junioren-World-Cup 2008/09 errang sie den vierten Platz. Nach ihrem Abitur 2009 begann sie ein Studium der Philosophie in Hildesheim und ging von dort im Rahmen eines Austauschprogramms nach Nimwegen in den Niederlanden. Sie fand dort ideale Rahmenbedingungen für ihren Sport. Seit 2016 lebt Katja Franzen in Eindhoven. Wobei sie seit 2017 wieder von ihrem Trainer aus der Juniorenzeit und derzeitigem Landestrainer in Grefrath, Marc Otten, betreut wird.

Nachwuchssportler des Jahres ist der Fechter Paul Veltrup. Er erhielt die Grefrather Auszeichnung aufgrund seiner Erfolge vor zwei Jahren schon einmal. Veltrup fehlte bei der Ehrung, weil der 18-Jährige am Wochenende bei den Deutschen Fecht-Meisterschaften in Laupheim am Neckar am Start war. Stellvertretend für ihn nahm sein jüngerer Bruder Ole, selbst ein erfolgreicher Fechter, den Pokal entgegen. Bereits als Siebenjähriger kam Paul Veltrup über den Kempener Turnverein zum Fechten, wobei er dem Fechtclub Krefeld angehört. Mit elf und zwölf Jahren wurde er bereits Landesmeister bei den Schülern und 2016 Deutscher Meister der A-Jugendlichen. 2018 ging der Deutsche Meistertitel in der nächsten Altersklasse erneut an den Grefrather. Nach seiner Qualifikation für die Weltcups der Junioren nahm er im vergangenen Jahr an diversen internationalen Fecht-Turnieren teil. Die Silbermedaille bei der Jugend-Olympiade ist sein bisher größter sportlicher Erfolg. Der Grefrather Paul Veltrup steht aktuell auf Platz eins der Deutschen Junioren-Rangliste.

Als Herbert Kättner den Namen der Mannschaft des Jahres – der Behinderten-Schwimmstaffel der DLRG-Ortsgruppe Grefrath – verkündete, kannte die Freude bei Christina Alsdorf, Simon Rupp, Iris Jirsack und Günter Lorenz keine Grenzen. Das Team gewann im Mai 2018 bei den Special-Olympics-National-Games in Kiel neben diversen Gold-, Silber- und Bronzemedaillen die Goldmedaille in der anspruchsvollen Kategorie der Lagenstaffel. „Diese hervorragenden sportlichen Leistungen sind kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger, kontinuierlicher Trainingsarbeit der behinderten Sportler unter intensiver Anleitung und Betreuung der beiden Trainer Thomas Türk und Michael Wenke, die viel Zeit und Engagement in die Förderung der sportlichen Begabungen ihrer Sportler investieren. Hierfür gebührt ihnen Dank und Anerkennung“, betonte Kättner in der Laudatio. Das große Ziel der Schwimmer ist die Teilnahme an den Special-Olympics-World-Games im nächsten Jahr.

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