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Handball: TV Vorst peilt einen Pflichtsieg an

Handball : TV Vorst peilt einen Pflichtsieg an

Strohfeuer oder Hoffnungsschimmer? Für Verbandsligist Turnerschaft St. Tönis geht es darum, am Samstag (18 Uhr) im Auswärtsspiel gegen den HC TV Rhede zu beweisen, dass der erste Saisonerfolg gegen Schwafheim nicht nur ein Tropfen auf dem heißen Stein war. Dass im ersten Spiel unter dem neuen Coach Ron Andrae direkt gewonnen werden konnte, macht Mut für die kommenden Aufgaben.

Und es zeigte auch, dass die Spieler die turbulente Woche mit der Trennung vom langjährigen Trainer Ljubomir Cutura nicht in ihrem Spiel beeinflusst hat. "Jeder hat für den anderen gekämpft, wir haben mit Leidenschaft Handball gespielt. Das müssen wir in den nächsten Spielen weiter umsetzen", blickt Andrae voraus.

Der 29-Jährige Ex-Spieler der Turnerschaft sollte das Team eigentlich erst zur neuen Spielzeit übernehmen. "Als das Angebot kam brauchte ich nicht lange zu überlegen", sagt Andrae, der die Eskalation im Verhältnis zwischen Cutura und einigen Spielern bedauert. "Schade, dass sich alles so entwickelt hat, aber ich habe mit Ljubomir weiter ein gutes Verhältnis", betont der frischgebackene Vater. Jetzt soll alles dafür getan werden, das Wunder Klassenerhalt doch noch zu schaffen. "Wir haben keinen Druck vom Verein und werden alles versuchen, um drin zu bleiben", so Andrae. Um in Rhede zu bestehen, soll an der gegen Schwafheim schon guten offensiven 4-2 Deckung noch etwas gefeilt werden. "Das sind noch ein paar Kleinigkeiten, die noch geändert werden müssen", so der neue Übungsleiter. Personell sind alle Mann an Bord. Torjäger Stephan Drießen plagt sich weiter mit Fersenproblemen herum.

Turbulenzen bei der Turnerschaft, Harmonie beim TV Vorst: Tabellenplatz vier ist mehr als nur eine achtbare Platzierung, die auch nach dem Spiel beim TV Schwafheim (Samstag, 19.30 Uhr) noch Bestand haben soll. "Wir können uns richtig oben festbeißen", sagt Coach Manfred Wählen, für den es darauf ankommt, die positive Entwicklung der letzten Monate fortzuführen. Ein Sieg bei den nach der Pleite gegen St. Tönis angeschlagenen Schwafheimern ist da fast schon Pflicht. "Wir werden dort keine Überheblichkeit, aber dafür umso mehr Entschlossenheit an den Tag legen", so Wählen. Bis auf den Langzeitverletzten Lukas Schuffelen sind alle Spieler einsatzbereit. Seinen Akteuren hat Wählen das Ziel nahe gebracht, jede Mannschaft mindestens ein Mal pro Spielzeit zu bezwingen.

(RP)