Turnerschaft St. Tönis: List steht nach zehn Jahren wieder im Tor

Frauen-Handball-Regionaliga : List steht nach zehn Jahren wieder im Tor

Die Frauen der Turnerschaft St. Tönis starten am Samstag in Bonn in die neue Handball-Regionalligasaison.

Bescheiden, eingespielt und voller Vorfreude startet die Turnerschaft St. Tönis in die am Samstag beginnende Saison der Frauen-Nordrheinliga. Großspurige Kampfansagen an die Spitzenteams der Liga wird es trotz des sehr respektablen fünften Tabellenplatzes der Vorsaison nicht geben.

„Damit würden wir nur unnötig Druck aufbauen. Um eine solche Platzierung zu wiederholen, muss vieles perfekt laufen. Das Potenzial wäre zweifelsfrei vorhanden, nichtsdestotrotz ordne ich uns zunächst einmal um den siebten Rang ein“, blickt Trainerin Miriam Heinecke maßvoll auf die neue Spielzeit und betont gleichzeitig nachdrücklich: Mit dem Abstieg wollen wir vom Start weg nichts zu tun haben.“ Ein Blick auf den Kader offenbart dafür auch zu viel Qualität. Die Abgänge von Mariko Ikeda, Anna Bandur-Gerrißen und vorerst Sofia Löcher, die sich in ihrer Babypause um den jüngsten “Neuzugang“ der Turnerschaft kümmern wird, wurden auf dem Papier hervorragend kompensiert.

Insbesondere die Rückkehr von Nicole Hölters (TB Wülfrath) vervielfältigt die Optionen in der ohnehin bereits sehr ausgeglichen besetzten Offensive. Naomi Akeredolu, die im Sommer aus Aldekerk zu den St. Töniserinnen stieß, sollte mit ihrer Erfahrung und spielerischen Klasse ebenfalls eine Verstärkung sein. Zudem startet Alexandra List nach zehnjähriger Handballpause im Tor einen neuen Anlauf. Zwischendurch war sie aber mal als Kreisläuferin im St. Töniser Team im Einsatz gewesen. Selbstverständlich wird Heinecke trotz der drei gestandenen Spielerinnen nicht von ihrem Ziel, die Jugend sukzessive an die Erste heranzuführen, abweichen. Corinna Kohnen und Anna Bleckwedel sind passende Beispiel dafür, wie gut die Integration schon in der letzten Saison funktionierte.

„Wir verfügen über sehr talentierte Nachwuchskräfte, die es auch zukünftig weiter zu fördern gilt. Bereits in der Vorbereitung ermöglichte die Einbindung ein äußerst abwechslungsreiches Training mit einem perfekten Mix aus jungen und erfahrenen Spielerinnen“, berichtet die Übungsleiterin. Bevor es am Samstag (18 Uhr) beim TSV Bonn rrh. erstmalig ernst wird, will Heinecke vor allem weiter an der Abwehrarbeit feilen: „Im Angriff erledigen wir nahezu immer unseren Job. Leider kassieren wir hinten oftmals zu viele Tore.“ Der erste Spieltag wird dabei direkt zur Bewährungsprobe. Die Gastgeberinnen zählen zu den Top-Aufstiegskandidaten und bereiteten in der Vergangenheit mit taktisch ausgeklügelten Defensivformationen den Kontrahenten Schwierigkeiten. Das auch das zweite Spiel Auswärts in Weiden erfolgt macht das ganze nicht leichter.

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