Turnernschaft Grefrath: Robert Heesen kassiert nach drei Minuten die Rote Karte

Handball-Verbandsliga : Heesen kassiert nach drei Minuten die Rote Karte

Die Turnerschaft Grefrath übernimmt nach der 17:28-Niederlage die Rote Laterne in der Handball-Verbandsliga.

Der Traum von Handball-Verbandsligist Turnerschaft St. Tönis die Tabellenspitze gegen den Ligaprimus HSG VeRuKa anzugreifen hat sich nach der 24:32-Heimniederlage gegen eben diesen wortwörtlich in Luft aufgelöst. Für Turnerschaft-Trainer Zoran Cutura war es dennoch kein Grund sich großartig über die Niederlage zu ärgern. „Wenn VeRuka hinten in der Abwehr richtig steht, dann ist es schwer gegen so große Leute durchzukommen“, sagte er nach dem Spiel. Da dürfte ihn die erste Halbzeit schon eher gefallen haben, in der seine Mannschaft zwar viel verwarf, aber über die zweite Welle kam und in der Deckung bestens stand und mit einem 13:13 in die Pause ging. Doch dann kam die zweite Halbzeit, in der auf St. Töniser Seite die Fehlwurfquote anstieg und die Spieler sich mehr oder minder kampflos dem Spitzenreiter ergaben. „Ich hatte schon in den letzten 20 Minuten das Gefühl, dass es heute nichts mehr wird. Wir haben uns gegen den Spitzenreiter etwas vorgenommen, waren aber nicht gut genug, um es umzusetzen“, zog Cutura ein Fazit und der Erkenntnis, dass seine Mannschaft auf Platz vier in der Tabelle gut da steht.

Bei der Turnerschaft Grefrath ist das genaue Gegenteil der Fall, die auf den letzten Tabellenplatz zurückgefallen ist. Das Team von Trainer Michael Küsters unterlag dem favorisiertem TV Geistenbeck am Ende deutlich mit 17:28, obwohl es vor allem in den ersten 30 Minuten gegen den Favoriten gut mit hielt. Die Umstände für die Grefrather standen schon zu Spielbeginn unter schlechte Sterne. Zum einen musste Küsters auf Gereon Heesen verzichten, der sich krank gemeldet hatte, zum anderen kassierte dessen Bruder Robert schon nach drei Minuten die rote Karte, da er einen Gegenspieler nach einem Tempogegenstoß in den Arm gegriffen hatte. „Zu diesem frühen Zeitpunkt hätte ich eigentlich etwas mehr Fingerspitzengefühl von den Unparteiischen erwartet“, haderte Küster mit der aus seiner Sicht doch zu harten Entscheidung. Dennoch gelang es Grefrath trotz der weiteren Schwächung im Rückraum konsequent das zu zeigen, was sich der kleine Kader und sein Übungsleiter im Vorfeld vorgenommen hatte. So durfte das 10:10 zur Halbzeit durchaus als Erfolg gefeiert werden. Doch nach dem Seitenwechsel kam genau das, was Küsters schon befürchtet hatte. Aufgrund fehlender Alternativen ließen die Kräfte nach und Geistenbeck zog auf und davon. „Auch wenn wir am Ende hoffnungslos unterlegen waren, so kann man auch was positiven aus der Partie mitnehmen“ zog Küster ein Fazit, denn in der ersten Halbzeit leistete vor allem die Grefrather Deckung eine ansprechende Arbeit.

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