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TS Grefrath: Einsatz der Heesen-Brüder vor dem Derby gegen TS St. Tönis in Gefahr

Handball-Verbandsliga : TS Grefrath bangt um den Einsatz der Brüder Heesen

Im Lokalderby der Handball-Verbandsliga erwarten die Hausherren die Turnerschaft St. Tönis.

Marcus Anstötz vom Handball-Verbandsligisten Turnerschaft Grefrath hat am Samstag um 18.15 Uhr gleich doppelten Grund, sich auf das Lokalderby gegen die Turnerschaft St. Tönis zu freuen. Zum einen weil es eben ein Derby ist, zum anderen ist auf der anderen Seite in Horst Grützner sein Schwiegervater in spe beim Gegner als Co-Trainer mit an Bord. „Wir kennen uns ja schon lang genug und wissen das schon zu lösen, dass wir dann 60 Minuten Gegner sind“, sagt Anstötz zum Familienaufeinandertreffen recht entspannt. Noch entspannter wäre es für ihn, wenn die Brüder Geron (Ellenbogen) und Robert Heesen (Finger) nach ihren Verletzungen wieder fit sind. Hinter dem Einsatz beider Spieler steht noch ein Fragezeichen, ob sie am Samstag auflaufen.

Die Analyse nach dem zurückliegenden Spiel hat deutlich gemacht, dass bei den Grefrather Spielern keiner mehr gemacht hat, als er musste. „Das muss gegen St. Tönis deutlich besser werden“, fordert Anstötz. In dem St. Töniser Kai Wingert hat er auch schon ausgemacht, auf wen seine Mannschaftskollegen besonders aufpassen müssen. „Mit Kai im Rückraum haben die St. Töniser einen torgefährlichen Spieler. Hinzu kommt, dass sie über viele 1:1-Situationen versuchen, den Weg in Richtung Tor frei zu bekommen. Da gibt es natürlich Überlegungen, dies effektiv zu stoppen.“ Ob es eine Manndeckung geben wird oder die Grefrather auf eine 6:0-Deckung setzen, bleibt abzuwarten und wird sich spätestens beim Abschlusstraining entscheiden. Dann wird auch feststehen, ob die Heesen Brüder einsatzfähig sind.

Alle Mann an Bord vermeldet dagegen Kontrahent Turnerschaft St. Tönis durch seinen Trainer Zoran Cutura. „Auch Alexander Bruchhaus ist wieder dabei“, verkündet er, aber gleichzeitig mit dem Hinweis, dass das Spiel in Grefrath ganz gefährlich für sein eigenes Team sein könnte. „Die Grefrather können Handball spielen. Das haben sie uns in der Vergangenheit gezeigt, wo wir mal in Führung lagen, aber am Ende mit leeren Händen nach Hause gefahren sind“, warnt Cutura. Vor allem die Heesen-Brüder hält er für einen entscheidenden Faktor: „Wenn die einen guten Tag erwischen, wird es schwer, die aufzuhalten.“

Bei Adler Königshof II ist auch vor dem Spiel gegen den SV Neukirchen weiterhin Improvisation angesagt. „Durch Job, Studium und Verletzungen können wir nicht vernünftig trainieren“, sagt Trainer Bodo Leckelt und nimmt die Lage gelassen hin. Dennoch will er den Sieg gegen Grefrath mit einem weiteren gegen Neukirchen vergolden.