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Teutonia St. Tönis ist schon in der Sommerpause

Fußball : Teutonia St. Tönis ist schon in der Sommerpause

Fußball-Landesliga: Die Kastrati-Elf verabschiedet sich mit einem 3:4 beim frisch gebackenen Aufsteiger TVD Velbert.

Wenn am Wochenende der letzte Spieltag steigt, können sich die Kicker von Teutonia St. Tönis genüsslich zurücklehnen. Denn sie absolvierten am Dienstag beim TVD Velbert bereits ihr letztes Saisonspiel in der Landesliga. Da die Gastgeber nach dem letzten Spieltag bereits als Aufsteiger feststanden, konnte diese Partie vorgezogen werden. Dabei zogen die Gäste in einem kurzweiligen und temporeichen Aufsteiger-Duell mit 3:4 (1:3) den Kürzeren. Durch die nicht unerwartete St. Töniser Niederlage geriet das Saisonziel nochmal in Gefahr. Nur wenn Amern gegen Holzheim verliert, bleibt der Aufsteiger auf dem anvisierten fünften Tabellenplatz.

Der schnelle Brian Drubel, der in dieser Saison wieder starke Leistungen im Trikot der Teutonen ablieferte, brachte die Gäste mit einem sehenswerten Freistoß früh in Führung (11.). Den frisch gebackenen Meister schockte das allerdings nicht. Durch einen Doppelschlag von Hayrullah Alici (26./28.) und einen Treffer von Alexandru Haba (36.) drehten die Gastgeber die Begegnung noch vor der Pause.

  • brian drubel
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Teutonia-Coach Bekim Kastrati sah wegen vereinzelter „Nichtleistungen“ Handlungsbedarf, stellte um, und sah sich bestätigt. Denn seine Mannschaft ergab sich nicht in ihr Schicksal, sondern mischte kräftig mit. Zwei Spieler spielten sich dabei in den Vordergrund. Cameron McGregor, dem mit zwei Treffern das 2:3 (53.) und 3:3 (62.) gelang, sowie Keeper Daniel Hitzschke, der sich mit Klasseparaden verabschiedete. Machtlos war er aber beim Siegtreffer durch den schussgewaltigen Jeffrey Tumanan (77.). Das 3:4 quittierte Kastrati mit leichter Enttäuschung: „Schade. Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit eine super Reaktion gezeigt. Ich denke ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“.

Die Endplatzierung bleibt auf jeden Fall respektabel. Was fehlte, war ein Punktgewinn gegen die Topp-Vier. 80 Gegentore sind nicht zufriedenstellend, was aber kein spezifisches Problem der Teutonia ist, sondern in dieser Liga eher allgemeingültig zu sein scheint. Mit 97 erzielten Toren belegt St. Tönis einen vorderen Rang. Den größten Anteil daran hatten Burhan Sahin (32), Darius Strode (16) und Drubel (15). In Sachen Platzverweise belegt Teutonia gemeinsam mit dem Rather SV Platz eins. Beide Teams kassierten im Laufe der Saison nur eine Gelb-Rote Karte.

Die Planungen für die neue Saison sind bis auf eine Personalie abgeschlossen. Gesucht wird noch ein weitererTorhüter.

St. Tönis: Hitzschke – Böhm, Mollov, Er, Aoudou – Strode, Arslan (46. Dettmers) - McGregor, Borges, Drubel (83. Falcone) – Sahin (46. Alexiou).