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SV Vorst: Offensive ist eine gefährliche Waffe

Fußball-Bezirksliga : Vorster Offensive ist eine gefährliche Waffe

Der SV Vorst und VfL Willich haben in der Fußball-Bezirksliga die Erwartungen übertroffen. Der SSV Grefrath liegt trotz eines Negativlaufs im Soll. Für den SC Schiefbahn ist es die erwartet schwere Saison.

Nach nur 12 Spielen ist für vier Vertreter die Hinrunde in der seltsamen Gruppe 4 der Fußball-Bezirksliga, wie sie vielerorts bezeichnet wird, bereits beendet. Seltsam deshalb, weil, ehe es überhaupt los ging, der Rheydter SV, der Traditionsclub vom Spö, bereits die Waffen streckte. Und nach einigen absolvierten Partien folgte der TDFV Viersen. Eigentlich hatte der seit Beginn der Spielzeit Probleme, immer eine spielfähige Truppe zusammen zu bekommen. Der Rückzug kam deshalb zwangsläufig.

Sehr zur Freude einiger Konkurrenten, die mit den TDFV-Akteuren ihre Kader ergänzten. Zuletzt taten dies, nach Schiefbahn mit Engin Ekrem, noch die Vorster mit der Verpflichtung von Routinier Fanta Diane, mittlerweile 39 Jahre alt und mit viel Erfahrung bei höherklassigen Clubs. Diese ungewöhnliche Konstellation dieser Liga führte dazu, dass manche Clubs drei Wochen ohne Spiel waren.

SV Vorst 

Platz zwei nach der ersten Serie ist viel mehr, als nach dem durchwachsenen Start erwartet werden durfte. Die Mannschaft, wieder mit vielen Neuzgängen gespickt - die Verluste hielten sich dagegen sehr im Rahmen -, musste sich verständlicher Weise erst finden und einspielen. Da hat Trainer Johannes Dahms wieder ganze Arbeit geleistet. Vor allen Dingen die Offensive ist eine Macht. 45 erzielte Treffern, nur sechs weniger als der souveräne Spitzenreiter Mennrath, können sich sehen lassen. Und was diesbezüglich besonders auffällt: Die Tore verteilen sich auf viele Spieler, was die Sache für die Gegner zusätzlich erschwert. Die Mannen um Kapitän Matheos Mavroudis gewannen übrigens die letzten sechs Begegnungen. 

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VfL Willich

Neben dem jungen Luca Stettinger tat besonders der Weggang von Vladislav Kochoutine aus beruflichen Gründen in Richtung Essen weh. Aber mit der seit Jahren bekannten und gewohnten Ruhe und Weitsicht verfiel keiner gleich in Panik. Ganz im Gegenteil: Aus dem Nachwuchs des TSV Meerbusch kamen Gian Luca Mermann und Jonas Kunft. Und gerade letzterer, von Trainer Roland Glasmacher zur Offensivkraft umfunktioniert - der 43-Jährige hat seit Jahren für solche Dinge ein gutes Händchen -, hat aller Erwartungen übertroffen. Ferner kann sich der VfL weiter auf die Tore von Benny Wirth verlassen, der trotz beruflich starker Inanspruchnahme nicht nachlässt. Weil es zuletzt vier Erfolge hintereinander gab - letzten Sonntag sogar mit sage und schreibe 6:1 über den Dritten Brüggen -, ist Rang fünf eine gerechte Belohnung.

SSV Grefrath

Nach sieben Partien grüßten die Blau-Weißen vom dritten Tabellenplatz. Danach war der Wurm drin und es gab danach nur noch einen Zähler; und den gegen Schlusslicht Hardt. Deshalb ging es runter auf Platz sechs, was immer noch in Ordnung ist und dem ausgegebenen Saisonziel entspricht. Aber die Distanz nach unten schmilzt wie der Schnee, den es noch nicht gibt, in der Sonne. Da ist Trainer Heinz Vossen im nächsten Jahr - es geht erst am 3. März weiter -, besonders gefragt. Natürlich sind sich alle beim SSV auch im klaren darüber, dass nach den gutklassigen Verstärkungen im Sommer mit Christofer Feyen, Lukas Hartmann und Lukas Hanssen und dem guten Beginn der ein oder andere schon mehr erhofft hatte. Und 4:0 führen, wie vergangenen Sonntag in Vorst, und noch 4:5 verlieren, geht garnicht.

SC Schiefbahn 

Nach dem unerwarteten Höhenflug in der abgebrochenen vergangenen Spielzeit war jedem bewusst, dass es diesmal erheblich schwerer werden wird, wieder so optimal auszusehen. Zumal die Routiniers Stefan Galster, Christian Cichon, Spielertrainer Daniel Klinger oder Azaros Iliadis auch nicht gerade jünger wurden. Außerdem zog es den wendigen Japaner Kouta Shirotori kürzlich endgültig in die Heimat zurück. Lange sah es dann auch so aus, zumal in Spielen, wo unbedingt hätte gepunktet werden müssen, dass es nicht klappte. Aber an der Siedlerallee hielten alle die Füße schon still. Der Erfolg stellte sich fast automatisch weider ein, weil auch die Spielerdecke größer wurde. Zum Abstiegsplatz eins, den die Neuwerker inne haben, sind es drei Zähler. Dazwischen rangieren noch die Odenkirchener. Macht der SCS in der Rückrunde einen einigermaßen guten Job, dürfte nichts anbrennen.