SV Vorst macht gegen DJK Unitas Haan II im Relegations-Hinspiel den ersten Schritt

Handball-Relegation : Vorst macht den ersten Schritt

Der Handball-Verbandsligist gewinnt das Relegations-Hinspiel gegen DJK Unitas Haan II mit 26:22. Die zweite Mannschaft wird zuvor Bezirksligameister, feiert und peitscht die Erste nach vorn.

Wille, Leidenschaft und bedingungsloser Einsatz – die Handballer des TV Vorst brachten im ersten Relegations-Spiel alle wichtigen Grundtugenden auf die Platte. Da die Grün-Weißen ihrem Widersacher DJK Unitas Haan II auch spielerisch überlegen waren, ging die erste Runde im nervenaufreibenden Showdown mit 26:22 (16:11) an die Mannschaft von Trainer Dominique Junkers.

Dieser musste im Vorfeld eine Hiobsbotschaft verkraften. In Manuel Stelzhammer verletzte sich unter der Woche ausgerechnet der Top-Torjäger der Verbandsliga. „Das war zunächst ein kleiner Schock. Im Nachhinein waren wir dadurch womöglich sogar unberechenbarer. Haan wird die Statistiken gewiss kennen und sich dementsprechend vorbereitet haben“, lobte der Übungsleiter die hohe Variabilität.

Angesichts der stimmungsvollen Kulisse konnte eigentlich nichts schiefgehen. Vor dem Spiel krönte die zweite Mannschaft dank eines souveränen 27:16-Erfolgs gegen den Turnklub Krefeld ihre starke Saison mit dem Aufstieg in die Landesliga. In Feierlaune peitschte der Bezirksliga-Meister seine Vereinskollegen unermüdlich nach vorne.

Die tolle Atmosphäre übertrug sich umgehend auf das Spielfeld. Emotional aufgeladen erwischten die Grün-Weißen einen Einstand nach Maß und unterstrichen mit einer schnellen 3:0-Führung gleich, wer Herr im Haus ist. Insbesondere in der Deckung ließen die Gastgeber in der Anfangsviertelstunde kaum etwas zu. Angeführt von ihrem Kapitän Andreas Sufryd, der die Abwehr immer wieder ordnete und wie besessen verteidigte, erlangten die Vorster die notwendige Stabilität. Auch in der Vorwärtsbewegung kombinierten die Hausherren überlegt und flüssig. Hier stach vor allem der ewige Torjäger Andreas Bröxkes heraus. Der Routinier, der mit seinen Treffern schon so manche Schlacht für die Vorster entschieden hat, traf aus nahezu allen Lagen. Da seine Mitstreiter ebenfalls viele gute Entscheidungen trafen und überaus konzentriert agierten, waren die Vorster über die gesamten 60 Minuten spielbestimmend.

Haan wirkte in vielen Szenen ratlos und leistete sich zahlreiche unnötige Fehler im Aufbau. Nur in einer Hinsicht dürften die Gäste nicht vollkommen desillusioniert die Heimreise angetreten haben. Die Chancen auf den Klassenerhalt sind nach wie vor gegeben. Und genau dies müssen sich die Vorster ankreiden lassen. „Als Trainer gehst du aus so einer Partie mit zwiespältigen Gefühlen“, sagte Junkers. „Zunächst muss ich ein großes Lob an die Jungs aussprechen. Jeder hat heute sein Bestes gegeben. Die Defensive hat einen herausragenden Job gemacht. Offensiv war es grundsätzlich genauso ansprechend. Mit einer Ausnahme: Die mitunter fahrlässige Chancenverwertung hat uns eine noch bessere Ausgangslage gekostet. Genügend Möglichkeiten, um für eine Vorentscheidung zu sorgen, waren zweifelsfrei vorhanden. So ist unverändert alles offen, wenngleich der Druck nun selbstverständlich bei Haan liegt.“

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