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SV Thomasstadt: „Graue Panther“ helfen den Mini-Kickern

SV Thomasstadt Kempen : „Graue Panther“ helfen den Mini-Kickern

Die Fußball-Abteilung des SV Thomasstadt Kempen erfreut sich einem großen Zuwachs an Kindern und Jugendlichen. Daher sucht der Verein mit einer Aktion Senioren und Rentner als ehrenamtliche Helfer.

(lus) Beim SV Thomasstadt blickt man auf ein sehr ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zurück. Der Mehrspartenverein kann bald sein 1000. Mitglied begrüßen. Ehrenmitglied ist Profi Jordan Beyer vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, der als Bambini zum ersten Mal beim SV Thomasstadt die Fußballschuhe schnürte. Die Fußballabteilung gehört mit 31 Mannschaften im Spielbetrieb und fast 700 Mitgliedern zu den größten überhaupt im gesamten Kreis Kempen-Krefeld.

Viele Sportvereine verzeichneten in der Corona-Pandemie einen spürbaren Mitgliederschwund. Anders sieht das beim SV Thomasstadt aus. Gerade die Jugend-Fußball-Abteilung erlebt einen regelrechten Run. Insbesondere in den jüngsten Mannschaften können aktuell gar nicht alle fußballbegeisterten Kinder aufgenommen werden. Alleine die Bambini des Jahrgangs 2016 haben über 40 spielende Kicker und einige weitere, die sich gerne anschließen würden. Das ist sehr erfreulich, allerdings sind dafür auch eine Vielzahl an ehrenamtlichen Helfern auf und neben dem Platz notwendig.

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Dafür werden jetzt ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht, die entweder auf dem Platz oder in der Organisation die Arbeit im Verein unterstützen. Mit der Ende Dezember gestarteten Aktion „Graue Panther helfen Mini-Kickern“ wollen Jugendleiter Heinz-Peter Brux und der 1. Vorsitzende Michael Beenen die Kinder und Jugendlichen unterstützen, indem man ganz gezielt Rentner, Pensionäre und Vorruheständler aus Kempen und Umgebung für ehrenamtliche Aufgaben im Verein anspricht.

In Kempen gibt es eine - im Vergleich zu anderen Kommunen- hohe Anzahl von rüstigen Rentnern,  die durch den Verlust des Netzwerks am Arbeitsplatz und die Isolation in der Zeit der Pandemie oftmals viele soziale Kontakte verloren haben. Diese wieder aufzubauen ist schwierig, an dieser Stelle setzte die Idee des SV Thomasstadt an. Der Verein möchte die beiden Generationen zusammenführen, die durch Corona vermeintlich die härtesten sozialen Einschränkungen hatten.

Das Engagement der liebevoll genannten „Grauen Panther“ ist dabei auf oder neben dem Platz gefragt, denn Aufgaben gibt es auf allen Ebenen genug. Neben Co-Trainern und Betreuern ist auch für Turnierhelfer, Spielplaner, Materialwarte, Organisationshelfer und viele weitere Aufgaben bei insgesamt fast 1000 Mitgliedern im Verein immer Bedarf.

Der SV Thomasstadt möchte mit der Aktion einen Beitrag zur Verknüpfung der Generationen leisten und den interessierten Ruheständlern die Möglichkeit geben, sich durch eine ehrenamtliche Aufgabe mit sozialem Hintergrund und viel positivem Feedback der Sportler für die Kinder zu engagieren und von den Kindern zu profitieren.

„Wir können jede helfende Hand gebrauchen, sei es auf oder neben dem Platz in der Organisation. Dafür benötigt es nur ein wenig Engagement in zeitlich überschaubarem Rahmen, als Dank erhält man strahlende Kinderaugen und das Gefühl der Gesellschaft etwas zurückzugeben“, sagt Jugendleiter und Initiator Heinz-Peter Brux.

Interessierte „Graue Panther“ können sich an Heinz-Peter Brux (Jugendleiter), Tel. 0173-6026579 oder machmit@thomasstadt-kempen.de wenden oder am Dienstag, 11. Januar ab 20 Uhr zum Infoabend kommen. Weitere Infos mit Kempen Podcast von Thorsten Sleegers unter https://kempen-podcast.podigee.io/41-jung-alt-bleiben-am-ball.