Misslungene Heimpremiere der Turnerschaft-Frauen

Handball-Nordrheinliga : Misslungene Heimpremiere der Turnerschaft-Frauen

Für die St. Töniser Handballerinnen gab es im ersten Saisonspiel in der Corneliusfeldhalle ein 23:28 gegen Treudeutsch Lank.

Fast ein halbes Jahr mussten die Nordrheinliga-Frauen der Turnerschaft St. Tönis auf ein Heimspiel warten. Die Premiere in der neuen Saison hat sich die Mannschaft von Trainerin Miriam Heinecke gewiss vollkommen anders vorgestellt. Am Sonntagmittag kassierte die Turnerschaft gegen den TuS Treudeutsch Lank eine unerwartete 23:28 (10:15)-Niederlage und muss sich im Nachgang die Frage stellen, wie es eigentlich dazu kommen konnte.

Die von der Papierform her favorisierten St. Töniserinnen erwischten einen Start nach Maß, liefen planmäßig ihre Konzepte und führten nach drei Minuten souverän mit 3:0. Aber nach der Anfangsphase gerieten die Gastgeberinnen ohne Not komplett aus dem Rhythmus. Beispielhaft für eine konfuse erste Halbzeit standen gleich vier verworfene Siebenmeter. „Dadurch sind wir in eine Negativspirale geraten, anschließend lief fast überhaupt nichts mehr“, musste die Übungsleiterin eingestehen.

Einzig und allein Doreen Topel hielt die Turnerschaft mit einigen gelungen Abschlüssen aus dem Rückraum am Leben. Immerhin bot sich den Gastgebern somit die Gelegenheit, sich für das unvergessene Comeback der Gäste vor rund zwei Jahren, als ein zwischenzeitlicher Neun-Tore-Vorsprung nicht ausreichte, zu revanchieren. Und tatsächlich brachte die Turnerschaft nach dem Seitenwechsel einen andere Energie auf die Platte. Lank ließ sich unnötigerweise auf einen offenen Schlagabtausch ein und die Gastgeberinnen nutzten die aufkommenden Unruhe zur Aufholjagd. Als Rabea Brüren in der 41. Minute den umjubelten 19:19-Ausgleichstreffer erzielte, schien der Nachmittag doch noch ein gutes Ende zu nehmen. Aber das Momentum wollte einfach nicht so recht auf die Seite der Turnerschaft wechseln. Lank hielt aufopferungsvoll dagegen und sicherte sich unterm Strich nicht unverdient die beiden Zähler. „Mitte der zweiten Halbzeit hatte ich eigentlich ein gutes Gefühl an der Seitenlinie, allerdings sollte es heute wohl nicht sein. Mit einer besseren Chancenverwertung hätte die Partie sicherlich einen anderen Verlauf genommen, was nicht bedeuten soll, dass wir hier eine berauschende Vorstellung hingelegt haben. Abgesehen von der tadellosen Moral blieb diesmal in allen Bereichen genügend Luft nach oben“, resümierte Heinecke.

St. Tönis: Borrmann, List, Brandt – Vissers, Wolf (4), Topel (8), Beckers (1), Hölters, Schleupen (3), Greverath, Brüren (3), Brüggemann, Akeredolu (4)  

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