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Michael Nimczyk ist in Schweden schon ein Star

Trabrennen : Nimczyk ist in Schweden schon ein Star

Der Deutsche Meister der Berufs-Trabrennfahrer aus Schiefbahn feierte dort bereits 25 Siege und bewies bei starker Konkurrenz seine internationale Klasse. Jetzt sitzt er auch hinter einem drei Millionen teuren Hengst im Sulky.

Auf den deutschen Trabrennbahnen ist Michael Nimczyk schon über einem Jahrzehnt ein gefürchteter Konkurrent. Das spiegeln alleine seine elf Titel als Champion der Berufsfahrer wider. Zehn davon gewann er bis 2021 in Folge. Und schon jetzt gibt es keine Zweifel, dass der 36-jährige Schiefbahner auch am Ende dieses Jahres den Goldhelm als Zeichnen des Meisters überreicht bekommt, wenn weiter alles nach Plan läuft sowie Fahrer und Pferde gesund bleiben. Denn er führt die Rangliste mit 87 Siegen uneinholbar an. 

Aber auch in Schweden, einer der europäischen Hochburgen des Trabrennsports, sorgt Nimczyk seit diesem Jahr für Furore. Dort schwärmen die Medien von dem sympathischen Deutschen mit dem Goldhelm. Er gilt dort schon jetzt als Star und ist bei der Konkurrenz ebenso gefürchtet wie in seinem Heimatland. Am Dienstagabend feierte er auf der Derby-Bahn von Jägersro seinen 26. Sieg im Drei-Kronen-Land. Viel wichtiger ist allerdings, dass der Schiefbahner bewiesen hat, dass er auch international zu den Topfahren Europas gehört. Und natürlich spielt auch das Geld eine Rolle. Denn die Siegprämien sind in Schweden deutlich höher als hier.

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Das Projekt Schweden sollte zunächst nur getestet werden. Doch mittlerweile ist in der Nähe von Malmö die Zweigstelle des Pferdesportzentrums Kaiserhof in Schiefbahn Nimczyks zweites Zuhause. Dort steht in den Stallanlagen mit dem dreijährigen Hengst „Terick Wania“ ein Wunderpferd, das im vergangenen November für 3 Millionen Euro die Besitzerin wechselte (siehe Infokasten). „Wir sind sehr gespannt und freuen uns auf einen solchen Ausnahmetraber, der vor großen internationalen Aufgaben steht“, sagt Nimczyk.

Die Starts in Schweden bedeuten für den Schiefbahner allerdings auch Reisestress pur. Meist geht es von Malmö aus mit dem Auto über die lange Öresundbrücke nach Kopenhagen und von dort aus mit dem Flieger nach Düsseldorf. Heute sitzt der Champion mit dem Goldhelm bei den Rennen in Dinslaken im Sulky. Dort war er schon länger nicht mehr zu Gast.

Am Wochenende geht es nach Berlin, wo am Sonntag auf der Bahn in Mariendorf einer der Höhepunkte des deutschen Trabrennsport-Kalenders stattfindet: Das Adbell-Toddington-Rennen. Dieses mit 20 000 Euro dotierte Rennen feiert Jubiläum und wurde vor 100 Jahren zum ersten Mal ausgetragen. Der Hengst „Adbell Toddington“ galt zu seiner Zeit als eines der besten Pferde in Europa.

Nahezu die komplette Elite der Derby-Cracks, die in der vergangenen Saison um die höchsten Ehren des deutschen Sulkysports kämpften und nun zum zweiten Mal die Chance besitzen, sich in die Annalen einzutragen, ist Sonntag an der Spree vor Ort. Dabei kommt Nimczyk in den Genuss, mit „Lorens Flevo“ an den Start zu gehen, der im Vorjahr in Berlin das Derby gewann. Danach ging der jetzt vierjährige Hengst in den Besitz von Karin Walter-Mommert über. Jetzt will Nimczyk als einer der Mitfavoriten des Rennens beweisen, dass der Derby-Sieg keine Eintagsfliege war.

Nicht nur Aushängeschild Michael Nimczyk sorgt für Erfolge des Pferdesportzentrums Kaiserhof. Auch Berufs-Fahrer Robbin Bot und Trainer Wolfgang Nimczyk schraubten das bisherige Jahres- Preisgeld für die Besitzer der Pferde auf insgesamt 350 000 Euro hoch.