Michael Nimczyk aus Schiefbahn fährt zur Weltmeisterschaft der Trabrennfahrer

Trabrennen : Michael Nimczyk fährt zur WM

Der Deutsche Meister der Berufs-Trabrennfahrer aus Schiefbahn startet ab Freitag in Schweden. Der Weltmeister wird von zwölf Fahrern aus elf Ländern innerhalb von fünf Tagen bei 24 Läufen ermittelt. Die Pferde werden zugelost.

Alle zwei Jahre ermitteln die besten Berufs-Trabrennfahrer der Welt ihren Champion, diesmal ab Freitag in Schweden. Die deutschen Farben vertritt Michael Nimczyk aus Schiefbahn. Für den gerade 33 Jahre alt gewordenen Deutschen Meister ist es nach 2011 in den USA die zweite WM-Teilnahme. „Ich freue mich riesig auf die WM, da sie in Schweden stattfindet. Dort sind Organisation und Ablauf immer sehr gut. Natürlich braucht man auch etwas Losglück“, sagte Michael Nimczyk im RP-Gespräch. Insgesamt stehen an fünf Renntagen 24 Läufe auf dem Programm. Die Pferde stammen aus Schweden und werden den 12 Fahrern zugelost.

Die World Driving Championship 2019 beginnen am morgigen Freitag mit vier Läufen in Stockholm, wo am Samstag ein weiterer Lauf ansteht. Am Sonntag, dem Tag des Elitloppets, einem Höhepunkt im Trabrennkalender Schwedens, ruht zumindest die WM. Weiter geht es am Montag mit fünf Läufen in Lindesberg, bevor der WM-Tross am Dienstag in Eskilstuna (fünf Läufe) und am Mittwoch in Rättvik (vier) Station macht. Nach einem weiteren Ruhetag wird der neue Weltmeister beim Finale in Gävle (fünf Läufe) am Freitag, 31. Mai, gekürt.

Zum Team-Europa gehören neben Michael Nimczyk, Rick Ebbinge (Niederlande), Mika Forss (Finnland), Rodney Gatt (Malta), Eirik Höitomt (Norwegen), Franck Nivard (Frankreich) und Ulf Ohlsson (Schweden). Kanada ist durch Doug McNair und Titelverteidiger James MacDonald vertreten. Aus „Down Under“ kommen Todd McCarthy (Australien) und Matthew Williamson (Neuseeland). Star der WM ist der US-amerikanische Top-Pilot Yannick Gingras, der kürzlich seinen 7000. Sieg feierte und 2018 sagenhafte 11,7 Mio. US-Dollar einfuhr. Insgesamt starten Fahrer aus elf Ländern, darunter vier Landesmeister. Den letzten deutschen WM-Sieg gab es vor 22 Jahren durch die lebende Fahrerlegende Heinz Wewering.

Michael Nimczyk genießt international einen sehr guten Ruf, den er zum Beispiel schon häufig bei großen Rennen in Paris unter Beweis stellen konnte. In Deutschland holte er sich den Goldhelm als Zeichen des Champions nun schon acht Jahre in Folge. Was ihm jetzt eigentlich nur noch fehlt, ist ein Derbysieg zur Krönung seiner bisher so beeindruckenden Karriere. Anfang August startet er in Berlin den nächsten Anlauf.

Am vergangenen Wochenende reihte er sich für den Höhepunkt des Jahres schon mal in die Liste der Favoriten ein. Auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf entschied er das Adbell-Toddington-Rennen für sich. Den Sieg in dem schon seit 1922 ausgetragenen Klassiker, der zusammen mit dem Buddenbrock-Rennen am 30. Juni und dem Derby am 4. August die sogenannte Dreifache Krone bildet, holte er sich mit dem dreijährigen Hengst „Gladiateur“. In der mit 20.000 Euro Preisgeld dotierten Prüfung hatte der Deutsche Meister mit seinem Pferd schon kurz nach dem Start die Führung übernommen und gewann mit deutlichem Vorsprung.

Auch für den Deutschen Stutenpreis im Rahmen des Derby-Wochenendes geht er mit einem vielversprechenden Pferd an den Start. Im Adbell-Toddington-Stutenlauf (10.000 Euro Preisgeld) belegte der Schiefbahner mit „Marylin Monroe Bo“ Platz zwei.

Mehr von RP ONLINE