1. NRW
  2. Städte
  3. Kempen
  4. Lokalsport

Handball: Letzte Chance für Turnerschaft St. Tönis

Handball : Letzte Chance für Turnerschaft St. Tönis

Handball "Ich erwarte ein ganz heißes Derby", sagt Manfred Wählen. Der Trainer des TV Vorst könnte mit dieser Einschätzung richtig liegen. Denn wenn der oberste Vorster Übungsleiter am Samstag (20 Uhr) mit seinen Mannen in der Verbandsliga beim TSV Kaldenkirchen antritt, spricht einiges für eine hitzige Auseinandersetzung: So dürften die Gastgeber nach der peinlichen 30:45-Hinspielschlappe in Vorst auf Wiedergutmachung brennen. "Kaldenkirchen will die Revanche und sie haben zuletzt in Königshof stark gespielt", zollt Wählen dem Gegner Respekt. Und auch die Tabellensituation ist durchaus pikant. Bei einer Pleite in Kaldenkirchen müsste der TVV den Lokalrivalen vorbeiziehen lassen. "Deswegen müssen wir von Beginn an voll dagegenhalten", sagt Wählen. Personell sieht es bei den Grün-Weißen weitgehend gut aus. Einzig Rückraumass Pascal Mertens plagt eine Fingerverletzung.

Für die Turnerschaft St. Tönis sind die Vorzeichen vor dem Heimspiel gegen den HSV Rheydt (Sonntag, 12 Uhr) klar. "Es ist ein Endspiel, wir müssen kämpfen bis zum Umfallen", sagt Trainer Ron Andrae. Eine verständliche Forderung, denn gelingt gegen Rheydt erneut kein Sieg, ist wohl auch die letzte Chance auf den Klassenverbleib vertan. Schließlich stehen die Gäste mit vier Punkten Vorsprung vor der Turnerschaft auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Trotz des Rückstands in der Tabelle sieht Andrae sein Team im Vorteil. "Wir sind die bessere Mannschaft." Der HSV hat den Ruf einer überheblichen, eher undisziplinierten Mannschaft. Das möchten die Hausherren ausnutzen. "Voll in die Zweikämpfe gehen und notfalls auch mal Prügel abholen", lautet die martialische Devise von Andrae.

Von der Papierform her steht die Turnerschaft Grefrath gegen die Zweitvertretung des TV Oppum (Samstag, 18 Uhr) vor einer lösbaren Aufgabe. Doch die Reserve des Altmeisters trat zuletzt mit reichlich Verstärkung von oben an. "Ich gehe davon aus, dass das auch am Samstag der Fall sein wird", sagt Grefraths Coach Niklas Eirmbter. Man dürfe die Oppumer nicht unterschätzen, dann sei ein Erfolg machbar, meint Eirmbter. Auch die Turnerschaft kann personell aus dem Vollen schöpfen.

(RP)