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Kempener Rugby-Projekt von der Schule in den Verein

Rugby : Rugby-Projekt von der Schule in den Verein

Im LvD-Gymnasium Kempen gehört die Randsportart zum Unterricht. Mittlerweile bietet auch der Kempener TV Rugby an.

(lus) Rugby gehört hierzulande zu den Randsportarten. Im Vorjahr gehörten dem Deutschen Rugby-Verband gut 19.000 Mitglieder aus 180 Vereinen an. Ein neuer Verein kam 2018 auch aus Kempen dazu. Denn der Kempener Turnverein eröffnete eine Rugby-Abteilung, der aktuell 20 Mitglieder angehören. Jeden Donnerstag findet um 16.30 Uhr auf dem kleinen Rasenfeld im Sportzentrum an der Berliner Allee das Training statt. Die Wurzeln der Abteilung befinden sich allerdings im Schulsport. Denn im Luise-von-Duesberg Gymnasium (LvD) der Thomasstadt gibt es seit zwei Jahren mit Sebastian Peters einen Englisch- und Sportlehrer, der selbst aktiv Rugby spielt. Derzeit gehört er dem Team des Zweitligisten Düsseldorf Dragons an und spielte einst für Berlin schon in der Bundesliga. Es gibt das weit verbreitete Rugby-Union, das entweder mit 15 oder sieben Spielern gespielt wird. Beim Rugby-League gehören 13 oder neun Spieler einem Team an. Rugby wird oft fälschlicherweise mit American Football verglichen, wo es aber deutlich härter zu geht. Auch die Spielregeln sind unterschiedlich. Das Tolle ist, dass jeder diesen Sport ausüben kann. Egal ob klein oder groß, dick oder dünn. Jeder findet seine Position und wird seinen Spaß daran haben. Für Kinder ist Rugby ideal, weil es auch eine Art Lebensschule ist.

Mittlerweile gibt es am LvD-Gymnasium bis zur siebten Klasse eine Rugby-AG und in der Oberstufe einen Rugby-Kurs, dem auch Mädchen angehören. Dem gehören auch die beiden 17-jährigen Conor Mac Con Iomaire und Jonas Mülders an. Beide hat das Rugby-Fieber gepackt. Conors Wurzeln liegen in Irland, wo Rugby eine beliebte Sportart ist. Gemeinsam mit Jonas und Can Dege vom Krefelder Vera-Beckers-Berufskolleg gehörte er kürzlich zur NRW-U18-Auswahl, die in Lissabon (Portugal) an einem Turnier mit 16 Teams teilnahmen. „Das war ein tolles Erlebnis und hat viel Spaß gemacht. Wir hatten an den beiden Tagen fünf Spiele und sind am Ende 14. geworden. Das ist ok, weil wir mit der NRW-Auswahl vor dem Turnier nur einmal trainieren konnten“, berichtet Jonas Mülders, der dem Rugby auch nach dem Abitur treu bleiben will: „Ich hoffe, dass ich dort spielen kann, wo ich studiere.“ In diesem Monat geht die Winterpause im Rugby zu Ende. Der Kempener TV nimmt mit einer Siebener-Mannschaft an Turnieren teil, weil es dafür keine Ligen gibt. Für die 15er-Liga bildet der KTV eine Spielgemeinschaft mit Düsseldorf und Aachen.