Hiroya Genda trifft für den Fußball-Landesligist Teutonia St. Tönis in der Schlussminute

Fußball-Landesliga : Hiroya Genda trifft in der Schlussminute

Fußball-Landesligist Teutonia St. Tönis gelingt beim 3:2 gegen die Spvvg. Sterkrade-Nord durch einen Last-Minute-Treffer des kürzlich verpflichteten Japaners ein erfolgreicher Start. Am Mittwoch geht es zum ASV Süchteln.

Der Motor stotterte zunächst, lief nach etwa 20 Minuten schon runder und legte nach der ersten Halbzeit eine gute Performance hin. Nach anfänglichen Schwierigkeiten feierte Teutonia St. Tönis einen gelungenen Start in die neue Saison. Glücklich, aber auch verdient setzte sich die Elf von Trainer Bekim Kastrati bei ihrem Heimdebüt vor 200 Zuschauern in der letzten Minute mit 3:2 (2:2) gegen die Spvvg. Sterkrade durch. Gefeierter Mann des Tages war Hiroya Genda. Vor wenigen Tagen erst verpflichtet, gelang dem technisch versierten Japaner der Siegtreffer.

Vieles sah in der Anfangsphase noch nach Stückwerk aus. Die Mechanismen griffen bei den Gastgebern naturgemäß nicht wie gewünscht ineinander. Dazu leisteten sie sich in der Defensive den einen oder anderen Schnitzer. So kam der stets gefährliche und selten bedrängte Julius Ufer frühzeitig zum ersten torreifen Abschluss (7.).

Eine ungewohnte Rolle nahm Kevin Breuer ein. Sonst in der Rolle des Regisseurs mit allen Freiheiten, fand sich der Neuzugang vom VfR Fischeln auf der „Sechs“ wieder, wo Kastrati derzeit personelle Probleme plagen. Breuers Effektivität litt etwas darunter, aber auch aus der Tiefe deutete Breuer an, wie wertvoll er sein kann.

Auffälligster Akteur war aber ein anderer: Brian Drubel, der enorme Wege ging und die linke Seite von hinten bis vorne beackerte. Drubel besaß auch die erste gute Chance (13.), der Darius Strode die nächste folgen ließ (16.). Die Führung besorgte schließlich ein Defensiver. Nach einer Breuer-Ecke passte Burhan Sahin in den Fünfer und der lange Ioannis Alexiou hielt seinen Fuß zum 1:0 hin (19.). Der Treffer schockte die Gäste aber nicht. Sie hatten zwar weniger Ballbesitz, wirkten aber bis zur Pause durchdachter und geduldiger in ihren Aktionen. Ufer nutzte einmal mehr seine Freiheiten und legte für Luis Mattern auf, der unhaltbar zum schnellen 1:1 traf (21.).

Auf der Gegenseite dürfte Marcel Dietz acht Minuten später seinen Fehlgriff ewig in Erinnerung bleiben. Der Sterkrader Keeper wollte die Kugel fangen, lenkte aber die Flanke von Drubel kurios ins eigene Tor zur erneuten Führung der Teutonen (29.). Im weiteren Verlauf hätten die Gastgeber durch zwei Chancen von Sahin davon ziehen können, doch stattdessen glich der Gast wieder aus. Wie üblich mit viel Platz ausgestattet zog Ufer von rechts in den Strafraum und vollendete mit einem Flachschuss ins lange Eck (45.).

Nicht zuletzt durch Gendas Einwechslung gewann das St. Töniser Spiel nach der Pause an spielerischer Qualität, was sich auch an den Chancen bemerkbar machte. Gut ein halbes Dutzend mal hatten die St. Töniser Anhänger den Torschrei umsonst auf den Lippen. Bis Genda aus 17 Metern in den Winkel traf (90.).

„Ich bin häufig kritisch, aber das haben die Jungs in der zweiten Halbzeit richtig gut gemacht“, freute sich Trainer Bekim Kastrati. „Aber ich glaube, ich bin heute auch zwei Jahre gealtert.“

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