Handball-Verbandsligist Grefrath verliert das Derby gegen St. Tönis mit 18:26.

Handball-Verbandsliga : Grefraths Durststrecke hält an

Die Turnerschaft verlor auf eigenem Parkett das Derby in der Handball-Verbandsliga gegen St. Tönis mit 18:26.

Auf ihre Heimstärke kann sich die Turnerschaft Grefrath normalerweise stets verlassen. Davon war im Derby gegen die Turnerschaft St. Tönis jedoch nicht allzu viel zu sehen. Die am Ende deutliche 18:26 (11:13)-Niederlage war der vorläufige Tiefpunkt der nunmehr sieben Spiele andauernden Durststrecke. Der optimale Start mit einer 5:1-Führung nach rund zehn Minuten brachte der Mannschaft von Trainer Michael Küsters nicht die verloren gegangene Selbstverständlichkeit zurück. Die St. Töniser diktierten im Anschluss das Geschehen durch ihr einwandfreies Defensivverhalten. Clever störten die Gäste die nun wieder verunsichert wirkenden Grefrather bereits im Aufbau und hielten den gefährlichen Rückraum der Hausherren, in dem Robert Heesen schmerzlich vermisst wurde, gekonnt in Schach. In der Offensive agierten die ebenfalls personell geschwächten St. Töniser ruhig und überlegt. Dabei stach Gerrit Bilo mit sieben Treffern heraus. „Wir haben stark verteidigt. Vorne sind uns nicht die gleichen Fehler wie beim letzten Auftritt in Grefrath unterlaufen. Wir haben das Tempo geschickt dosiert“, lobte Trainer Zoran Cutura sein Team nach dem dritten Sieg aus den letzten vier Partien. Für die Gastgeber hingegen ist das Thema Relegation noch einmal aktuell geworden.

Ein weiteren Schritt, die Entscheidungsspiele zu umgehen, hat der TV Vorst gemacht. Dank eines verdienten 32:24 (14:13)-Heimerfolges gegen den SV Straelen wahrten die Grün-Weißen den knappen Zwei-Punkte-Vorsprung auf die HSG Wesel. „Das war eine gute Reaktion auf die emotionslose Darbietung im Stadtderby. Wir sind endlich mit mehr Leidenschaft aufgetreten und haben an das gute Training angeknüpft. Ein Sonderlob geht an Jan Nilles, der einen tollen Job gemacht hat“, resümierte Trainer Dominique Junkers. Mit reichlich Emotionen sah sich auch die Zweitvertretung der Adler Königshof konfrontiert. Bei der 23:30 (11:14) Niederlage beim TV Geistenbeck standen im zweiten Durchgang die Schiedsrichter im Mittelpunkt. „Eine vollkommen faire Begegnung, in der wir lange Zeit gut mitgehalten haben, ist durch desaströse Entscheidungen aus dem Ruder gelaufen. Fachlich nicht nachvollziehbare Pfiffe haben dazu geführt, dass sowohl beide Teams als auch beide Lager auf der Tribüne ab der 45. Minute kein Interesse mehr an diesem Handball-Match verspürten“, ärgerte sich Trainer Bodo Leckelt.

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