Fußball-Bezirksliga: Grefrath unterliegt mit neuem Trainer

Fußball-Bezirksliga : Grefrath unterliegt mit neuem Trainer

Trotzdem bot das Team unter Klaus Ernst die beste Saisonleistung. VfL Tönisberg siegt mit 4:2.

Trotz der bisher besten Saisonleistung stand Schlusslicht SSV Grefrath auch nach dem Heimspiel gegen Vorjahresabsteiger VfL Repelen mit leeren Händen da. „Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand ein Spiel unverdienter verlieren kann, wie wir heute“, sagte Manager Jürgen Claßen nach dem Abpfiff bitter enttäuscht. Aber trotz anhaltender Sieglosigkeit und der fünften Saisonniederlage war die Handschrift des neuen Trainers Klaus Ernst bereits unverkennbar, was Hoffnung für die Zukunft machen sollte. Can Gülkan (6.) und Arjeton Krasniqi (42., Foulelfmeter) legten für den Vorjahresabsteiger vor. Philipp Alker (70.) und Nedim Akkus (76., Elfmeter nach Foul an Niklas Schmitz) egalisierten (76.). Und als danach bei besten Möglichkeiten dann alles für die Grefrather sprach, kamen die Gäste nach einem Konter zu einer Ecke, in deren Folge Sadin Hodzic zum 3:2 einköpfte (83.).

Auf dem besten Weg, den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen, ist der VfL Tönisberg. Das Himmelmann-Team gewann gegen die zuletzt drei Mal erfolgreiche Victoria aus Mennrah mit 4:2 (2:0). Und das, obwohl Neuzugang Daniel-Richard Franken, er kam von Spielsport Krefeld, mit dem Halbzeitpfiff nach einem Foul die Rote Karte sah. Bereits nach 104 Sekunden köpfte Kadir Benli nach einer Demir-Ecke schon nach vorne. Ebenfalls nach Demir-Vorarbeit sorgte Nico Jeegers für den Pausenstand (24.). Nach dem 3:0 von Nilas Jahny - er traf aus fast 50 Metern, weil Victoria-Keeper zu weit vor seinem Kasten stand - schien die Partie gelaufen (51.). Aber weit gefehlt. Die Gäste legten erheblich zu, und kamen durch Oliver Krüppel und Noah Kubawitz bedrohlich näher (73./80.). Alle Zweifel am VfL-Erfolg zertreute in der Nachspielzeit Robin Fuhrmann (90.+3).

Grefraths neuer Trainer Klaus Ernst versuchte am Spielfeldrand, seinen Spielern den richtigen Weg zu zeigen. Foto: Norbert Prümen (nop)

Das Wasser wieder bis zum Hals stehen hat der VfB Uerdingen. Er verlor das für die Entwicklung am Tabellenende enorm wichtige Heimspiel gegen TuRa Brüggen mit 2:3 (1:2). Und wieder wurde dabei mehr als deutlich, dass bei allem guten Willen aller die fehlenden Stammkräfte, und das sind fünf, nicht zu ersetzen sind. Vor allen Dingen dann nicht, wenn wie vergangene Woche schon in Repelen, die erste Hälfte eher abgeschenkt wird. Dominik Doebrick (21.) und Max Haese (36.) legten für die Gäste vor, ehe Routinier Dogukan Bayrak verkürzte (42.). Nach dem Ausgleich von Christopher Claren schien sich für den VfB doch noch alles zum Guten zu wenden (58.). Aber weit gefehlt. Trotz guter Chancen für Jonas Cremer, Maurizio Garau Serra und Pascal Lucas, beide gleich in doppelter Ausführung, gingen die drei Punkte durch Lutz Widdra nach Brüggen (69.).