Grefrath: Michael Küsters tritt als Trainer der TS Grefrath zurück

Handball-Verbandesliga : Michael Küsters tritt als Trainer der TS Grefrath zurück

Die schlechten Auftritte in den vergangenen Spielen haben ihn zu diesem Schritt bewogen. Das Duo Anstötz/Jeschke übernimmt vorläufig das Team.

(F.L.) Eigentlich wollte Michael Küsters als Trainer des Handballverbandsligisten Turnerschaft Grefrath nach dem Saisonende aufhören und seine Tätigkeit in andere Hände geben. Nach den zuletzt erfolgten Auftritten seiner Mannschaft hat er nun vorzeitig die Reißleine gezogen und dem Grefraher Vorstand mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt bekannt gegeben. „Ich bin enttäuscht und tief getroffen. Ich habe immer versucht das Positive hervorzuheben, aber so konnte und kann es nicht weitergehen“, begründet Küsters seinen Schritt. Gerade nach der Niederlage in Kaldenkirchen sei ihm klar geworden, dass er die Mannschaft anscheinend nicht mehr erreicht. „Die Grundvoraussetzungen wie Motivation und Einsatz haben im Team einfach gefehlt“, sagt Küsters weiter, der mit dieser Erkenntnis die Grefrather nicht mehr als verbandsligatauglich ansieht. Als Notnagel springen Markus Anstötz und der verletzte Torwart Fabian Jeschke am Samstag im Heimspiel gegen den TV Kapellen (18.15 Uhr) für Küsters ein. „Der Vorstand war ja schon auf der Suche nach einem Trainer für die nächste Saison, die jetzt beschleunigt wird“, kommentierte Anstötz die aktuelle Situation.

Im Gegensatz dazu hat Bodo Leckelt bei der Zweitvertretung von Adler Königshof wesentlich leichtere Probleme zu bewältigen. „Der Auftritt in Aldekerk war eigentlich ganz gut, nur haben wir dann gegen Ende des Spiels die nötigen Physis vermissen lassen, die man braucht, um so ein Spiel zu gewinnen  und nicht nur 40 Minuten zu führen“, sagt er rückblickend. Das soll natürlich am Samstag um 17.30 Uhr gegen den HC TV Rhede  anderes werden. Das ist aber abhängig von der Personaldecke, die Leckelt zur Verfügung steht. Alexander Spoo fällt weiterhin aus, bei Tim Leigraf steht ein dickes Fragezeichen hinter dem nächsten Auftritt. Um gerade die Problematik mit der Schlussphase  auszumerzen, wurde unter der Woche nochmals hart und intensiv trainiert. „Auch wenn ich nicht aus dem vollen schöpfen kann, so sollten doch die Kräfte ausreichen. Dazu muss aber wieder eine gute Torwartleistung hinzu kommen und in Verbindung damit greifen“,  hofft Leckelt, dass die Luft diesmal ausreicht, um zu gewinnen und die nächsten Punkte einzufahren.

Bei der Turnerschaft St. Tönis fehlte deren Trainer Zoran Cutura gegen Wesel der nötige Biss. „Auch wenn mit Niklas Nelsen, der voraussichtlich bis Januar ausfällt,  und Simon van der Forst zwei wichtige Kämpfer fehlen, muss da mehr kommen“, so die Analyse des St. Töniser Übungsleiters. Vom kommenden Gegner TV Aldekerk hat er dessen Spiel gegen Königshof II auf Video aufnehmen lassen. „Die spielen schnell und haben eine gute Deckung. Das wird ein Spiel zwischen zwei ausgeglichenen Mannschaften, in dem Tagesform und die Torhüter entscheiden“, sagt Cutura weiter, in der Hoffnung, dass sein Team noch eine Schüppe drauflegt.