1. NRW
  2. Städte
  3. Kempen
  4. Lokalsport

Fußball-Bezirksligist SV Vorst hat Michel Laskowski geprägt

Spieler, zweiter Vorsitzender, Sportlicher Leister : „Der SV Vorst hat mich geprägt“

Der Ersatzspieler, zweite Vorsitzende, Sportliche Leiter und Strippenzieher steht Rede und Antwort. Er spricht über die Notwendigkeit des großen Umbruchs und warum er ihn als gelungen ansieht.

Er ist zwar gebürtiger Krefelder, doch seit vielen Jahren in den verschiedensten Funktionen beim Fußball-Bezirksligisten SV Vorst tätig. „Der Verein hat mich geprägt“, sagt er. Die Rede ist von Michel Laskowski, der mit 43 Jahren auch als Spieler noch einspringt. Aktuell ist er 2. Vorsitzender und kommissarischer Sportlicher Leiter. Wobei es nicht wenige bei den Schwarz-Weißen gibt, die behaupten, er ist schon immer der entscheidende Weichensteller im Hintergrund gewesen.

Schon wieder Corona-Pause. Wie ist Ihre aktuelle Gefühlswelt?

Laskowski Was den Fußball betrifft, sehr traurig. Allerdings ist die getroffene Entscheidung alternativlos.

Sie haben im vergangenen Sommer den Kader komplett umgebaut. 14 Spieler kamen, fast ein Dutzend gingen. Warum?

Laskowski Da gab es, wie oft, verschiedene Gründe. Der eine oder andere wollte sich verändern. Den einen oder anderen wollten wir nicht mehr. Verschiedene, die wir halten wollten, suchten eine Liga höher eine neue Herausforderung. Das hatte sicherlich auch etwas mit dem Abschied des langjährigen Trainers zu tun. Deshalb waren wir praktisch gezwungen, uns auf dem Markt umzusehen.

Steht das Gebilde SV Vorst finanziell auf gesunden Füßen?

Laskowski Ja.

Mit Johannes Dahms kam nach vielen Jahren in Marcel Fischbach ein neuer, im Seniorenbereich eher unbekannter Trainer. Er trainierte vorher die A-Junioren des TSV Bockum. Wie kamen Sie auf ihn?

Laskowski Ich habe mit ihm zusammen mal die B-Lizenz gemacht. Er hatte da positiv abgeschnitten und sich für höhere Aufgaben empfohlen. Ferner sind wir seit Jahren auch privat freundschaftlich verbunden. Corona stoppte ihn übrigens in Sachen A-Lizenz.

Mit wem haben Sie das neue Team, das sich von den Namen her sehen lassen kann, zusammengestellt?

Laskowski Da haben alle mitgeholfen. Trainer, Spieler mit guten Verbindungen und ich.

Wen von den Akteuren, die den SV verlassen haben, hätten Sie gerne behalten?

Laskowski Niklas Schubert, Leonard Severin Hinskes, Florian Leuschner und Kevin Schmitz.

Sie haben wegen diverser Verletzungen bei Ihren Keepern mit Onur Batur einen dritten Schlussmann nachverpflichten müssen. Wie ist die Situation?

Laskowski Tim Hildebrandt und Pascal Reischke stehen inzwischen auch wieder zur Verfügung. Also alles im Lack.

Platz sechs mit elf Punkten auf der Habenseite. Entspricht das Ihren Vorstellungen?

Laskowski Ja. Natürlich trauert man immer dem einen oder anderen Punkt hinterher. Da fällt mir auf Anhieb die Partie beim Rheydter SV ein. Aber wir haben auch gesehen, dass die Auswahl zu vielem in der Lage ist, großes Potential hat und schnell ein eingeschworener Haufen geworden ist.

Hat das kürzlich über die Bühne gegangene Hundertjährige eher gekostet oder die Kasse aufgefrischt?

Laskowski Plus-Minus null. Wir wollten keinen Gewinn machen, sondern einfach nur feiern.

Was ist Stand in Sachen Erweiterung der Umkleidemöglichkeiten beziehunsgweise Sanitäranlagen?

Laskowski Das ist noch ein offenes Thema, das diskutiert wird. Wir hätten das gerne bei der Jahreshauptversammlung getan. Aber auch da hat Corona uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Persönlich sehe ich es als unabdingbar, dass was geschehen muss. Auch eine Container-Lösung ist mir da in den Sinn gekommen

Seit vielen Jahren ist der im Kreis 6 als Spieler geschätzte Mike Grühn beim SV. Er wohnt mittlerweile ja auch in Vorst. Welche Funktion bekleidet er?

Laskowski Er trainiert die A-Junioren, ist im erweiterten Vorstand und sprang auch als Spieler schon wieder ein.

Was hat der SV noch für Nachwuchsmannschaften?

Laskowski Wir haben leider keine B-Junioren. Daran wird aber gearbeitet. Ansonsten sind wir von da abwärts gut aufgestellt.