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Lokalsport: Elfrather See: "Keine Gefahr für Triathleten"

Lokalsport : Elfrather See: "Keine Gefahr für Triathleten"

Das Schwimmen des Bayer-Triathlons ist nicht im Badesee, sondern auf der Regattastrecke.

Die Starter bei der 26. Auflage des Bayer-Triathlons am Elfrather See müssen sich laut Veranstalter keine Bedenken über die Wasserqualität machen. Denn das Schwimmen bei Krefelds größter Eintagessportveranstaltung findet wie gewohnt im Regattasee statt und nicht im Badesee, wo zuletzt die Wasserqualität massiv beanstandet wurde. "Das Wasser der Regattastrecke wird in jedem Jahr vom städtischen Veterinäramt überprüft, und seit in der 26 Jahren seit Bestehens der Veranstaltung gab es noch nie Probleme mit den Wasserqualität", sagt Stadtsportbund-Vorsitzender Dieter Hofmann, der seinerzeit den Triathlon mit ins Leben gerufen hatte. "Die Regattastrecke hat über ausreichend viele unterirdische Zu- und Abläufe, so dass die Qualität des wassers absolut in Ordnung ist. Zudem besteht zum Badesee keine direkte Verbindung."

Wie berichtet, weist der Badesee des Gebietes am Elfrather See laut eines ADAC-Tests von 41 kleineren Badeseen die schlechteste Wasserqualität auf. Die Belastung mit Darmkeimen sei bedenklich. Der ADAC warnt vor dem Sprung ins kühle Nass. Zum Zeitpunkt der Messung hätten sich dort bis zu 100 Wildgänse am See, auf der Liegewiese und im Uferbereich aufgehalten. Überall hätten Kot und Federn herumgelegen.

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Die Wildgänse sind schon seit Jahren ein Ärgernis für die Schwimmer am See. Im Juni 2002 warnten die Experten der Stadt erstmals vor dem Baden dort. 2006 wurden 48 Tiere erlegt, auch 2009 waren sie zum Abschuss frei gegeben. Hinzu kommt: Der See ist mit sechs Metern zu flach. Und weil in dem ruhigen Gewässer kein Wasseraustausch stattfindet, schnellen bei einem Temperaturanstieg die Zahlen an Kolibakterien in besorgniserregende Höhen. Bleiben die Temperaturen über einige Tage konstant hoch, kommen die schlechten Wasserwerte zurück. Neben den Bakterien tummeln sich dann auch die Larven kleiner Saugwürmer in dem Gewässer. Sie bohren sich in die Haut der Badegäste, sterben dort ab und sorgen für Hautausschlag. Ursache für die starke Wasserbelastung sind Nitrate aus der Landwirtschaft — und die Hinterlassenschaften der rund 450 Wildgänse. Runde 15 000 Kothäuflein produzieren sie pro Tag. Darin befinden sich die Eier der Saugwürmer.

Doch wie gesagt: Die Regattastrecke ist von der mangelnden Wasserqualität nicht betroffen, so dass das Schwimmen bei der 26. Auflage des Triathlons am Sonntag, 25. August, nicht gefährdet ist. Der SC Bayer nimmt übrigens keine Anmeldungen mehr für den Wettbewerb entgegen.

(RP)