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Fußball: Die Fußball-Wechselbörse

Fußball : Die Fußball-Wechselbörse

In der Nacht zu heute endete im Amateurfußball die Wechselfrist. Die meisten Vereine haben ihre Planungen für die kommende Spielzeit abgeschlossen. Einige sind noch auf dem Transfermarkt tätig. Die Wechsel in der Übersicht.

Zu dem gut halben Dutzend Aspiranten, die Kenner der Verhältnisse im oberen Drittel erwarten, gehören neben den Duisburger Klubs 1900 und FSV, dem 1. FC Kleve, Viktoria Goch und GSV Moers, auch der VfL Tönisberg und VfR Fischeln. Während allerdings Trainer Siggi Sonntag weitgehend auf die eingespielte Auswahl der letzten Saison zurückgreifen kann - es gab keine nennenswerten Abgänge -, muss Kollege Josef Cherfi schon eine ziemlich neue Mannschaft formen.

Dies ist auch beim VfB Uerdingen der Fall, der aber, was die Platzierung betrifft, diesbezüglich die Kirche schon mehr im Dorf lässt. Allen Unkenrufen zum Trotz hat hier Manager Stefan R. Rex erneut einen interessanten Kader auf die Beine gestellt, auch wenn die nackten Namen einen nicht unbedingt vom Hocker reißen. Vor allen Dingen die Defensive muss gegenüber dem Vorjahr mehr als nur eine Schüppe drauflegen. Außerdem wurde in der Haupt-Schaltzentrale noch ein neue Trainer installiert.

BEZIRKSLIGA Selten zuvor waren für die Meisterschaft zwei Teams so hoch vorgewettet, wie diesesmal der ASV Süchteln und Preußen Krefeld. In der Tat sucht das, was sich bei Beiden personell getan hat, schon Seinesgleichen; wobei bei genauerem Hinsehen die höhere Qualität in Süchteln angesiedelt zu sein scheint. Läuft wirklich bei ihnen alles nach Plan, sind alle anderen Mannschaften, wie zum Beispiel Dilkrath, Willich, Waldniel, Spielsport oder Bockum nur dahinter anzusiedeln.

An der Horkesgath bleibt abzuwarten, wie sich der Trainerwechsel auswirkt ("Übervater" Michael Hackfurt ist gegangen), und am Prozessionsweg, wo die Offensivpower noch verstärkt wurde, waren zuletzt bei dem ein oder anderen Akteur schon Abnutzungserscheinungen unverkennbar. Für den großen anderen Rest geht es wohl nur ums nackte Überleben. Dies gilt für die drei Aufsteiger ebenso, wie für St. Hubert, Meerbusch, Hinsbeck oder den Linner SV. Wie berechtigt dabei vor allen Dingen der Hülser Optimismus ist, wird sich zeigen.

Und ob Trainer Ingo Oelhausen in Bracht den angepeilten einstelligen Tabellenplatz schafft, muss auch abgewartet werden. Ganz bitter sieht es aktuell bei Anadolu Türkspor aus. Hier ruhen viele Hoffnungen wieder auf den zurückgeholten Coach Yama Formuly. Aber etwas zu bewirken, wenn das Personal von der Fahne geht, ist eine Herkulesaufgabe, wobei der ein oder andere es sich mittlerweile schon überlegt, wegen Formuly zu bleiben.

KREISLIGA A Selten war die Schar der Kandidaten, die am Ende der anstehenden Saison eine Klasse höher spielen wollen, so groß wie diesesmal. Neben Kempen, Schaag, Dülken oder Brüggen schielen auch Kaldenkirchen, Bösinghoven II oder der SC Schiefbahn auf die beiden ersten Plätze, die in der Endabrechnung zum Höhergehen berechtigen würden. Wohl gemerkt: Im Gegensatz zu den letzten Jahren steigen aktuell nur zwei Teams auf.

Weniger euphorisch geht Absteiger BV Union Krefeld in die Spielzeit. Am Reinersweg ist Bodenhaftung oberstes Gebot. Und Nettetal II? Hier gibt es nach den vergangenen Chaosmonaten noch ganz andere Sorgen. Auch den SV Grefrath, der seine Offensive noch aufpolierte, sollte jeder auf der Rechnung haben. Ein Buch mit sieben Siegeln, allerdings ein interessantes, ist der BSV Leutherheide.

Kenner der Szene erwarten den Neuling, der auf seinem kleinen Aschenplatz seit fast 18 Monaten ohne Niederlage ist, aber schon im hinteren Drittel, wo wohl auch eher die Strümper, der SC Bayer Uerdingen, der einen erheblichen Aderlass hatte, oder die Zweite aus Willich (neben Nettetal II) angesiedelt werden müssen. Und was von Neersen oder Anrath zu erwarten ist - Kontinuität war angesagt und es kamen auch Neue -, wird sich zeigen. Bei der Konkurrenz scheint schon ein Sprung ins Mittelfeld ein Achtungserfolg.

(RP)