Anstötz bemängelt löchrige Abwehr des Handball-Verbandsligisten Turnerschaft Grefrath

Handball : Anstötz bemängelt löchrige Abwehr seines Teams

In der Handball-Verbandsliga fand die Turnerschaft Grefrath gegen Treudeutsch Lank keinen Zugriff.

Handball-Verbandsligist Turnerschaft St. Tönis bleibt weiterhin dem ungeschlagenen Spitzenduo HSG VeRuKa und TV Geistenbeck auf den Fersen. Beim  27:25-Auswärtsieg gegen den TV Kapellen musste Turnerschaft-Trainer Zoran Cutura aus der Not eine Tugend machen. „Ich habe kurzerhand unseren Linksaußen Lucas Topp in die Mitte beordert“, sagte Cutura zu seiner taktischen Neuausrichtung. Diese machte sich aber gleich zu Beginn bezahlt, denn Topp traf nicht nur selber, sondern machte auch die Wege unter anderem für Kai Wingert frei, der zum Schluss der beste St. Töniser Werfer werden sollte. „Ich wusste, dass Lucas das kann“, ergänzte Cutursa zusätzlich, dass der 28-Jährige immer wieder gute Spielzüge einleitete. Selbst ein 23:24-Rückstand kurz vor Schluss brachte die St. Töniser nicht aus dem Tritt, die im Endspurt ihre Chancen zum Sieg nutzten.

Dass es für die Turnerschaft Grefrath bei Treudeutsch Lank schwer werden würde, das war Ersatztrainer Markus Anstötz vor dem Anpfiff schon klar gewesen. Aber das seine Mannschaft beim 23:35 von Anfang an bis zum Ende keinen richtigen Zugriff im Spielgeschehen hinbekommen hatte, ärgerte ihn dann doch etwas. „Unsere Abwehr wirkte einfach zu löchrig. Lank hat dynamisch gespielt und konnte es sich leisten in der zweiten Halbzeit einen Gang zurück zu schalten. Das war heute ein gebrauchter Tag für uns“, sagte Anstötz sicherlich enttäuscht. Mit dem noch in Urlaub weilenden etatmäßigen Trainer Markus Küsters hat er sich schon in Verbindung gesetzt, indem beide einer Meinungen waren: „An unserer Abwehr müssen wir noch etwas arbeiten“. Die Zweitvertretung von Adler Königshof war beim Spitzenreiter HSG VeRuKa zwar der klare Außenseiter, nach der 24:29-Niederlage hatte sich deren Trainer Bodo Leckelt in Bestbesetzung aber auch etwas mehr als einen Punkt vorstellen können. „Ich musste vor dem Spiel schon etwas lachen, denn bei VeRuKa spielt mit Anthony Pistolesi einer, den ich noch aus meiner aktiven Bundesligazeit kenne“, sagte Leckelt.  Der Franzose war mit zusammen Mirko Szymanowicz der Aktivposten des Spitzenreiter, der mit seiner Präsenz als erfahrener Spieler die Geschicke leitete. Auf eigener Seite musste Leckelt gleich auf drei Stammspieler verzichten, wodurch ihm Alternativen im Rückraum fehlten. „Wir mussten uns jedes Tor hart erarbeiten. In der zweiten Halbzeit waren wir ja mit zwei Toren Rückstand immer dran am Gegner“, trauert der Adler-Trainer der Chance nach, dass unter anderem Umständen die Möglichkeit da gewesen wäre, dem Spitzenreiter ein Bein zu stellen. Das sein Team im gesicherten Mittelfeld steht ist da vielleicht ein kleiner Trost stattdessen.