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Fußball: 2:2 – Kein Sieger im Derby

Fußball : 2:2 – Kein Sieger im Derby

Der VfR Fischeln kam zum Auftakt der Meisterschaft zu einem schmeichelhaften Unentschieden gegen einen phasenweise stark aufspielenden VfL Tönisberg. Deniz Yilmaz traf in der Nachspielzeit zu hoch verdienten Ausgleich.

Nur wenige Sekunden fehlten dem VfR Fischeln, um zum Meisterschaftsauftakt das Derby gegen den VfL Tönisberg für sich zu entscheiden. Denn zu diesem Zeitpunkt führte der Niederrheinliga-Absteiger mit 2:1. Aber die Partie endete 2:2 (1:1)-Unentschieden, weil Deniz Yilmaz an alter Wirkungsstätte noch der Ausgleich gelang. Ärgerlich aus Sicht des Gastgebers, der dennoch zufrieden sein musste. Weil es ein schmeichelhaftes Unentschieden war, denn über die gesamten 90 Minuten gesehen, stellten die "Berger" das bessere Team. Bei VfR-Coach Josef Cherfi kehrte angesichts der Leistung seiner Auswahl Ernüchterung ein: "Wir konnten das, was wir in der Vorbereitung gezeigt haben, nicht mit in die Meisterschaft mitnehmen."

Führung aus dem Nichts

Nach anfänglichem Abtasten fiel die Fischelner Führung fast aus dem Nichts. Ein Freistoß von Michael Killich fand den aufgerückten Stephan Heller, der mühelos einköpfen durfte (17.). Dieser Treffer ging zweifellos auf die Kappe der VfL-Abwehr. Wer aber dachte, dass die Hausherren nun das Kommando übernehmen würde, sah sich getäuscht. Direkt nach dem Wiederanstoß setzte der starke Kürsat Eyril ein erstes Zeichen der Gäste und läutete damit bis zur Pause eine einseitige Begegnung ein. Denn während bei den Gästen der Ball strukturiert und zielorientiert lief, offenbarte der VfR gleich zwei gravierende Baustellen: mangelnde Laufbereitschaft im Mittelfeld, so dass die Bindung zum Angriff fehlte, und schwere Patzer in der Abwehr. So vertändelte Stefan Maas gegen André Küppers, der im Fünfer schön quer legte, doch Tobias Gorgs kam einen Tick zu spät heran geflogen (23.). Kurze Zeit später bediente Gorgs den lauernden Küppers, aber VfR-Keeper Till Kohnen war blitzschnell unten (30.). Nur zwei Minuten später eilte Kohnen erfolgreich aus seinem Kasten, um vor dem enteilten Küppers zu klären (32.). Schließlich gelang David Pooth mit einem sehenswerten Treffer nach einem weiteren Ballverlust der Hausherren der längst fällige, und hoch verdiente Ausgleich (37.). Denn auch ein 3:1 für den VfL wäre durchaus möglich gewesen.

Mit Wiederbeginn zeigte sich der VfR aggressiver, ohne spielerisch zuzulegen. Bezeichnend war, dass ein Schuss des emsigen Stefan Linser die erste echte Torchance war (68.). Kurz darauf hatte Küppers auf der Gegenseite das 2:1 auf dem Fuß, hielt aber daneben (73.). Besser machte es Killich, der aus halblinker Position das 2:1 für den VfR markierte (74.).

Belebung brachte der eingewechselte Tore Mertens, der sich mit einem Knaller ans Lattenkreuz bestens einführte (81.). Doch am Ende siegte doch noch die Gerechtigkeit: Eyril flankte, und Yilmaz gab per Kopf die entscheidende Richtung zum Ausgleich (90.+). VfL-Trainer Siggi Sonntag zeigte sich durchaus zufrieden: "Über das gesamte Spiel gesehen, hätten wir gewinnen müssen. Aber das Positive ist, dass wir die gute Vorbereitung in die Meisterschaft mitnehmen konnten."

(RP)