Sport einmal ganz anders

Kempen: Kinder erleben Sport einmal ganz anders

In die zweite Auflage ging „Kids in Action“ in Kempen. Bei der vom Kreissportbund und Stadtsportverband organisierten Veranstaltung machten elf Bewegungsstationen neugierig auf Sport.

  In der Turnhalle an der Ludwig-Jahn-Straße bläht ein Ventilator das Segel eines Optimisten auf und sorgt für ein wahres Fahrgefühl auf der Jolle, zumal das kleine Segelboot auf einer Drehplattform steht und damit in Bewegung ist. Daneben klirren die Degen,  und ein Stückchen weiter fliegen die Volleybälle über die gespannte Schnur. Kinderfüße klatschen gegen Pratzen und Tennisbälle gehen übers Netz. Überall herrscht sportliche Betätigung mit Anleitung.

Der Kreissportbund hat zusammen mit dem Stadtsportverband Kempen zum zweiten Mal zu „Kids in Action“ eingeladen. An elf Stationen können die Kinder verschiedene Sportarten kostenfrei ausprobieren. „Die Premiere im vergangenen Jahr war ein voller Erfolg. Es waren nicht nur 200 Kinder vor Ort, die teilnehmenden Vereine verzeichneten auch Rückläufe. Wir haben es geschafft Kinder an den Sport heranzuführen“, berichtet Klaudia Schleuter, Geschäftsführerin des Kreissportverbandes. Winand Langel kann den Erfolg des Angebotes nur bestätigen.

Dabei lobt der Vorsitzende des Stadtsportverbandes den Einsatz der Vereine, die sich an der Veranstaltung beteiligen. Sie machen Lust auf Sport. „Wir konnten im vergangenen Jahr zehn neue junge Schachspieler gewinnen“, berichtet Karl-Heinz Ruland von den Schachfüchsen. Er sieht die Veranstaltung als gute Chance,  Schach bekannter zu machen und zu zeigen, dass es nicht nur ein Sport für ältere Leute ist. Dass Schach keineswegs  ist, demonstrieren allein die gelben und rosa Schachfiguren, die aufgebaut auf den Schachbrettern stehen. Aber nicht nur das Spiel an sich lockt. Es gibt verschiedene Aufgaben zu lösen, darunter muss zum Beispiel mit dem Springer versucht werden, so viele Felder wie möglich in der eigenartigen Gangart der Figur zu kontaktieren.

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Wie spannend Tischtennis ist verdeutlichen Stefan Herko und Patrick Weinschenk vom Kempener LC. Die jungen Besucher erleben Tischtennis auf der ganzen Linie anders als den Rundlauf um die Steinplatte auf dem Schulhof. „Unsere Abteilung ist das erste Mal dabei. Wir haben im vergangenen Jahr mitbekommen,  welchen Zuspruch die Leichtathleten  hatten. Da Tischtennis eine Randsportart ist und wir Nachwuchsschwierigkeiten haben, wollen wir das Angebot ebenfalls nutzen“, sagt Weinschenk.

Für Zoe und Aisha ist die Turnhalle  tabu. Sie dürfen nicht rein. Das macht den beiden Ponys aber auch nichts aus. Sie fühlen sich auf dem Außengelände viel wohler und ziehen etliche der jungen Besucher magisch an. Denn es ist schon etwas anderes, auf einem echten Pferderücken Platz zu nehmen, als in der Halle vom Trampolin auf den Pferdebock zu springen. Von den 250 Fröschen, die der Kreissportbund mitgebracht und an die jungen Besucher mitsamt der Laufkarte verteilt hat, sind 90 übrig geblieben. „Wir hatten somit 160  Kinder vor Ort. Die Vereine waren sehr zufrieden und berichteten von vielen Interessenten, die schon nach Trainingszeiten gefragt haben“, berichtet Henrik Straub.

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