SPD und Grüne haben Bedenken gegen Abriss des Hauses am Buttermarkt 10 in Kempen.

Buttermarkt : Politik diskutiert über Denkmalschutz in der Kempener Altstadt

SPD und Grüne haben Bedenken gegen Abriss des Hauses am Buttermarkt 10. Über einen Neubau an der Thomasstraße soll später entschieden werden.

Während die CDU keine Bedenken mehr gegen einen Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses am Buttermarkt 10 hat, nachdem der Architekt die Fassadengestaltung modifiziert hat, stößt das Bauvorhaben bei SPD und Grünen weiterhin auf Kritik. Diese beiden Fraktionen lehnten es in der Sitzung des Denkmalausschusses am Montagabend ab. Kritisiert wurde von Heinz Wiegers (SPD), dass mit dem Abriss des bestehenden Hauses die Altstadt weitere alte Bausubstanz verliere.  Ähnlich sah es Joachim Straeten von den Grünen. Der geplante Neubau sei neben dem Gebäude, in dem sich das italienische Restaurant „La Piazza“ befindet, zu wuchtig, hieß es. Auch das Rheinische Amt für Denkmalschutz hatte sich für den Erhalt des Gebäudes ausgesprochen. Die Stadt hat keine Bedenken gegen den Neubau. CDU, FDP und Freie Wähler stimmten mit ihrer Mehrheit ebenfalls dafür.

Einstimmig freigegeben wurde vom Denkmalausschuss der geplante Neubau eines Mehrfamilienhauses an der Kerkener Straße 7-9 am Rande der Altstadt. Hier plant der Architekt – wie vom Ausschuss zuvor gewünscht –, den Baukörper um 1,50 Meter zurückzusetzen. Auch die Fassade wird anders gestaltet. Diskussionsbedarf gibt es indes für alle Parteien in Sachen Abriss und Neubau des Wohn- und Geschäftshauses an der Thomasstraße 27 (ehemaliges Burgcafé). Hier soll zunächst die Stellungnahme des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege abgewartet werden. Der geplante Neubau erscheint der Politik zudem zu groß in Relation zum benachbarten, unter Denkmalschutz stehenden Haus, in dem sich die Thomas-Buchhandlung befindet.

(rei)
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