Spaß bei Ferienzirkus

Kempen: Ferienspaß: Was für ein Zirkus !

Die Sommerferienspaß-Aktion der Stadt Kempen läuft auf vollen Touren. „Der große Ferienspaß-Zirkus“ begeistert die jungen Teilnehmer und ist ein Garant gegen Langeweile in den langen Sommerferien.

„Wer möchte die einfache Version machen und wer traut sich an die schwierige Variante heran?“, mit einem verschmitzten Lächeln wendet sich Tobi Stengel an die Kinder, die im Halbkreis um ihn herum sitzen. Ein kurzes Überlegen, dann fallen die Entscheidungen, wobei sich mehr als die Hälfte für Variante Nummer zwei entscheidet. Doch zuerst präsentiert Tobi Twist, wie Stengel mit Künstlernamen heißt, die einfache Version. „Das Mundstück lang ziehen und einfach um die Blume wickeln“, beschreibt der Zauberer- und Ballonkünstler die Vorgehensweise, die er direkt demonstriert. Kinderhände greifen zu den grünen und roten Ballons. Im Handumdrehen entsteht aus zwei bereits gedrehten und geknoteten Ballons eine Blume.

Ben fährt Straßenbahn und hat sichtlich Spaß daran. Foto: Wolfgang Kaiser

Dann wird es ein wenig komplizierter. Stengel macht die Handgriffe erneut vor, wobei er diesmal vom grünen Ballon eine kleine Kugel abdreht. „Ihr braucht keine Angst zu haben, dass der Ballon platzt. Einfach machen“, sagt er. Es herrscht volle Konzentration. An der ein oder anderen Stelle leistet der Fachmann ein bisschen Hilfe. Schließlich strahlen alle. Ein jeder hält eine Blume mit einem grünen Stiel und einer roten Blüte in den Händen. Antonia freut sich schon auf das nächste Ballonkunstwerk. „Wir machen jetzt eine Maus. Das ist mein absolutes Lieblingstier“, erzählt sie mit leuchtenden Augen.

Aber nicht nur hier ist jede Menge 130 Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren nutzen das komplette Angebot in der dritten Ferienwoche. Das Hämmern und Sägen ist schon von weitem zu hören. An der großen Werkbank sind gleich mehrere Ferienspaßteilnehmer in die Arbeit vertieft. „Heute geht unsere erste Bank an den Start“, sagt Otto Birkmann, der den Baubereich zusammen mit Dieter Doetsch und Martin Weiß betreut. „Mit Holz bauen ist total cool“, findet Matthias.

Erste Ergebnisse sind bereits sichtbar. Die jungen Zimmerleute haben getreu dem Ferienmotto einen Zirkuseingang gebaut. Rot-Weiß gestreift angestrichen, mit Clownsgesicht verziert und einem Vorhang ausgerüstet steht er auf der großen Wiese. „Wenn wir die Bänke fertig haben, kommen sie für die Zuschauer dahin“, informiert Jonas. Kreativ sind die Kinder und ihre Betreuer auch in dem großen weißen Zelt. „Das haben wir alles schon gemacht“, sagt Maya und deutet auf die Schnüre, die quer durch das Zelt gespannt sind. An denen baumeln Regenbogen, hängen Wimpelketten und Girlanden.

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Aktuell sind alle an dem langen Tisch indes mit der Herstellung eines Mobiles beschäftigt. Merle verziert die rosa Tonpapierscheibe, die mittels Schneckenhaus-Schnitttechnik zum Mobile wird, mit bunten Blumen, während sich Julia von Betreuerin Carina ein Kaninchen im Zauberhut ausschneiden lässt, das sie im Anschluss bemalen möchte und das danach Dekoration an ihrem Mobile wird.

Von der Skaterbahn ist das leise Surren der Räder zu hören. In entsprechender Schutzausrüstung drehen die Kinder ihre Runden. Ben hingegen hat es in die ehemalige Straßenbahn gezogen, die direkt neben der Skateranlage steht. „Ich bin der Fahrer“, verkündet er lauthals und erobert die Fahrerkabine. Es ist ein herrlicher Spaß, auf den ganzen Schaltern und Knöpfen der ausrangierten Bahn herumzudrücken und sich vorzustellen, man würde über die Schienen brausen.

Überhaupt ist die Bahn ein Anziehungsmagnet. In ihr kann eine Runde am Tischkicker gespielt werden, aber auch wer einfach mal etwas Ruhe haben möchte, zieht sich hierhin zurück. An der Spielausleihe haben die beiden Betreuerinnen Lena und Christine alle Hände voll zu tun. Pedalos, Hula-Hoop-Reifen, Stelzen und Co werden am laufenden Meter ausgeliehen.

Yasmin und Mahatiya haben sich hingegen für ein  etwas ruhigeres Kartenspiel entschieden. Die beiden Mädels sitzen gemütlich auf eine Decke und spielen einen Runde Uno. „Ich habe gesehen, dass auch Halli-Galli da ist. Das werden wir uns nachher mal ausleihen“, plant Yasmin schon den weiteren Tag. Langeweile hat keine Chance. 

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