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Sonderausstellung zur "Dampfmaschin" in der Grefrather Dorenburg präsentiert den einstigen Motor des technischen Fortschritts.

Ausstellung : Freilichtmuseum erklärt „en Dampfmaschin“

Eine Sonderausstellung in der Grefrather Dorenburg präsentiert den einstigen Motor des technischen Fortschritts.

Wenn Schüler „Pfeiffer“, das ist der mit den „drei f“, sich vom Lehrer die Funktionsweise einer Dampfmaschine erklären lässt, ist das einfach urkomisch. Viele kennen den Film „Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle. Nun ist aber Pfeiffer gar kein richtiger Schüler, das gilt im Grunde auch für die Dampfmaschinen, denen zurzeit im Niederrheinischen Freilichtmuseum Dorenburg eine Sonderausstellung gewidmet ist. Sie trägt den bezeichnenden Titel „Wat ist en Dampfmaschin?“ und präsentiert dem Besucher Modelle von Dampfmaschinen, die einst ihre Planstelle in zahlreichen Kinderstuben hatten.

Nach Heinrich Spoerl gibt es ein weiteres literarisches Vorbild, das sich in recht drastischer Form mit der Dampfmaschine und den Umgang mit ihr beschäftigt, nämlich Astrid Lindgren. Sie beschreibt in ihrem Buch „Karlsson vom Dach“ die Handhabung mit Dampfmaschinen in Kinderzimmern. Nun ja, es knallt, und die Maschine ist in ihre Einzelteile zerlegt. So gefährlich waren die bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts verkauften Spielzeuge nicht, aber auch nicht gänzlich harmlos. „Was damals als beliebtes Spielzeug verkauft wurde, würde heutzutage wohl nicht jeder in Kinderhände geben“, sagte Kulturdezernent Ingo Schabrich.

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Es war eine stürmische Zeit der technischen Umbrüche damals, der Begeisterung über neue Erfindungen. „Dampfmaschinen waren auch deshalb so beliebt, weil sie den technischen Fortschritt dieser Zeit anschaulich machen“, sagte Museumsleiterin Anke Petrat.

Zunächst betritt der Besucher ein Klassenzimmer, in dem er allerhand über die Geschichte der Dampfmaschine erfahren kann. Der zweite Bereich ist einer Fabrikhalle nachempfunden und zeigt Modelle von Dampfmaschinen und Antrieben.