Gemeinde Grefrath: Schwimmbecken ist bald Geschichte

Gemeinde Grefrath: Schwimmbecken ist bald Geschichte

Der Grefrather Gemeinderat hat beschlossen, das Oedter Lehrschwimmbecken abreißen zu lassen. Es wird einer Erweiterung des DRK-Kindergartens Platz machen. Auch der Awo-Kindergarten soll vergrößert werden.

Wenn man vor rund fünf Jahren gesagt hätte: Die Gemeinde Grefrath benötigt 80 neue Kindergartenplätze in den neun Kindertagesstätten in der Niersgemeinde (fünf in Grefrath, zwei in Oedt und jeweils eine in den Ortsteilen Vinkrath und Mülhausen), hätte man von den Verantwortlichen wohl nur ein "müdes Lächeln" als Antwort bekommen. Doch die Situation hat sich grundlegend geändert. Den Grund für die gestiegene Nachfrage sieht Grefraths Bürgermeister Manfred Lommetz sowohl bei den Neubaugebieten in der Niersgemeinde, als auch in der verstärkten Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren.

Besonders im Ortsteil Oedt besteht dringender Handlungsbedarf. Beim geplanten Erweiterungsbau der DRK-Kindertagesstätte möchte die Gemeindeverwaltung "zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen", so Bürgermeister Lommetz und Kämmerer Wolfgang Rive übereinstimmend. Das rund 50 Jahre alte Lehrschwimmbecken, das seinerzeit direkt an der Turnhalle angebaut wurde, und in Sichtweite der DRK-Kita liegt, soll abgerissen werden. Seit zehn Jahren wird das Bad auf Grund baulicher Mängel nicht mehr genutzt. Lommetz: "Es verfällt immer mehr." Die Schließung vor einem Jahrzehnt war heftig umstritten.

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung am Montagabend dem geplanten Abriss zugestimmt. Die Politik will ebenfalls den Erweiterungsneubau für den Kindergarten. Die Baukosten werden derzeit ermittelt, teilte Bürgermeister Lommetz im Gespräch mit der Rheinischen Post weiter mit. Geschaffen werden sollen in dem Neubau Gruppenräume für 40 Kinder. Lommetz und Rive sehen ein Vorteil für die Gemeinde darin, wenn sie selbst baut. Denn dann bleibt sie auch Eigentümerin des neuen Gebäudes. Die Kosten für Abriss und Neubau würden durch die Miete gedeckt, so Lommetz. Die Miete liegt derzeit bei 8,84 Euro pro Quadratmeter. Lommetz weiter: "Wir werden aber um eine Zwischenlösung nicht herumkommen und müssen auch einen Kredit aufnehmen." Lommetz hofft, mit dem Bauprojekt noch in diesem Jahr beginnen zu können.

  • Gemeinde Grefrath : Gemeinderat verabschiedet den Grefrather Etat für 2018

Eine andere Vorgehensweise sehen Lommetz und Rive für die Erweiterung des Awo-Kindergartens im Grefrather Nordwesten - in unmittelbarer Nähe des Schulzentrums und des Schwingbodenparks. Dort möchte man einen einmaligen Zuschuss von rund 120.000 Euro für die Schaffung von 40 neuen Plätzen beantragen. Auch dem hat der Gemeinderat bei der Verabschiedung des Haushalts schon zugestimmt. Der Startschuss für dieses Bauvorhaben soll 2018/19 fallen.

Bürgermeister Lommetz und die Politiker im Gemeinderat sehen die Projekte an den Kindertagesstätten und Schulen als enorm wichtig für die Weiterentwicklung der Gemeinde an - zumal mit Blick auf die Schaffung von neuen Baugebieten.

(mab)
Mehr von RP ONLINE