1. NRW
  2. Städte
  3. Kempen

Schulcampus Kempen: Grüne wollen den Ludwig-Jahn-Sportplatz retten

Schulcampus Kempen : Die Grünen zeigen, wie sie den Ludwig-Jahn-Sportplatz retten wollen

An einem Infostand in der Innenstadt präsentierten die Grünen, wie der Schulcampus Kempen aus ihrer Sicht gestaltet werden sollte, damit der Sportplatz gerettet wird. Sie fordern eine Machbarkeitsstudie.

Der Ist-Zustand wird in Form einer Stellwand mit allen Gebäuden der weiterführenden Schulen präsentiert, vom Thomaeum bis hin zum Luise-von-Duesberg-Gymnasium (LvD) und der Gesamtschule. Dazu kommt der Ludwig-Jahn-Sportplatz. Daneben die Zukunftswand, wie es aussehen könnte, wenn der Sportplatz erhalten bleibt, dafür aber die in die Jahre gekommene Turnhalle an der Alten Wachtendonker Straße sowie die gegenüberliegenden Pavillons des LvD abgerissen werden. „Das würde ausreichend Platz für einen mehrstöckigen Neubau über Eck bieten, bei dem unter anderem der Erhalt des dortigen alten Baumbestandes eingeplant werden könnte“, sagt Gudrun de la Motte von den Grünen. Mit einem Informationsstand in der Fußgängerzone zur Gestaltung des Schulcampus Kempen bei Erhalt des Ludwig-Jahn-Sportplatzes sprachen Bündnis 90/Die Grünen viele Bürger an.

„Dass der Sportplatz gerettet wird, ist wichtig. Kinder brauchen Bewegung. Diesen Sportplatz wegzumachen, geht nicht. Dort haben wir als Kinder trainiert, und ich wünsche mir, dass dies auch noch unsere Enkel machen“, sagt Gaby Haase, die interessiert die Option der Grünen betrachtet: Sie fordern eine Machbarkeitsstudie, die bis dato von der Mehrheit im Stadtrat mit der Begründung abgelehnt wurde, der Platz sei nicht ausreichend, und der Zeitfaktor sprenge den Rahmen.

„Wir wollen alle Möglichkeiten prüfen, die uns zur Verfügung stehen, bevor es zu einer Entscheidung kommt“, betont Grünen Fraktionsvorsitzender Joachim Straeten. Er könne sich zudem einen Architektenwettbewerb vorstellen, um den Bereich optimal zu nutzen. Wie die chronologische Schulsanierung samt den Umzügen der Schulen unter dieser Variante aussehen könnte, haben die Grünen vom Sommer 2020 bis zum Sommer 2030 genau durchgeplant. Angefangen vom Abriss des Erweiterungsbaus der Martinschule und dem beschlossenen dreistöckigen Neubau bis hin zur Renovierung der ehemaligen Erich-Kästner-Gesamtschule und des Thomaeums sowie dem Abriss des Hauptgebäudes des LvD. Die Grünen finden, dass ihre Planung nicht mehr oder weniger Einschränkungen des schulischen Lebens während der Bau- und Sanierungsphasen mit sich bringen würde als die Vorschläge, die den Ludwig-Jahn-Sportplatz zum Opfer hätten.