Gemeinde Grefrath: Schülerinnen sind Mannschaft des Jahres

Gemeinde Grefrath : Schülerinnen sind Mannschaft des Jahres

Sportler aus 15 Vereinen ehrte am Freitagabend Grefraths Bürgermeister Manfred Lommetz bei der Sportlerehrung der Gemeinde Grefrath. Zugleich bat er um Verständnis, dass auch der Sport zur Haushaltskonsolidierung beitragen müsse.

Knapp 300 Sportler aus 15 Vereinen aus Grefrath, Kempen und Krefeld erlebten am Freitagabend in der Oedter Albert-Mooren-Halle in Anwesenheit von Bürgermeister Manfred Lommetz eine gelungene Sportlerehrung der erfolgreichsten Sportler des Jahres 2014. Die Zahl der Geehrten war in diesem Jahr mit 280 Sportlern aus 15 Vereinen sehr hoch. Das hat zwei Gründe: Zum einen gibt es in der kleinsten Gemeinde des Kreises Viersen bei 15 000 Einwohnern weit mehr als 4000 Sportler, die in den rund 30 Vereinen aktiv sind, und zum anderen wird in Grefrath bei der Ehrung die Messlatte nicht so hoch gelegt wie in anderen Kommunen. In Grefrath werden seit jeher auch Sportler geehrt, die auf Kreisebene ihre Erfolge erzielten. Erstmals bei der Sportlerehrung dabei waren Luftsportler vom Luftsportverein Grenzland.

Spannung lag — wie alljährlich — auch am Freitagabend über der Ehrung. Wer erhält die Pokale als Sportler, Nachwuchssportler und Mannschaft des Jahres? Sportler des Jahres wurde der Eishockeyspieler Rene Reuter, der — obwohl er schon älter als 40 Jahre ist — mit seiner Grefrather Mannschaft noch den Aufstieg in die Oberliga schaffte und einst beim KEV begann. Reuter engagierte sich aber auch in der Antoniusschützenbruderschaft, in der 58er Schottengarde und gehört derzeit noch dem Rat der Gemeinde Grefrath an.

Heinz Aandekerk ältester Sportler

Einmal mehr kommt mit Johannes Brunner ein Nachwuchssportler des Jahres aus dem Eisschnelllauf. Brunner war bei den Junioren im Mehrkampf Deutscher Meister geworden. Erstmals wurde eine Mannschaft von der Mülhausener Liebfrauenschule Mannschaft des Jahres in der Gemeinde Grefrath. Es ist die weibliche Hallenhandballmannschaft die Sieger bei "Jugend trainiert für Olympia" wurde.

Die am Abend ausgezeichneten Sportler waren zu Land, zu Wasser und in der Luft unterwegs. Unter den Geehrten, wie in Grefrath seit vielen Jahren üblich, waren auch wieder zahlreiche erfolgreiche Behindertensportler und auch Bügler. Mit 78 Jahren war Heinz Aandekerk der älteste Sportler, der geehrt wurde. Er hat 40 Mal die Bedingungen zum Erwerb des goldenen Sportabzeichens erfüllt und ist bis auf den heutigen Tag noch aktiver Tischtennisspieler (Blau-Weiß Mülhausen) und Kegler. Mitglieder des Gemeindesportverbandes und des Sportausschusses nahmen die Ehrung zusammen mit Bürgermeister Manfred Lommetz vor. Erstmals zog man dabei durch den Saal und holte nicht mehr alle Sportler auf die Bühne.

Die schwierige finanzielle Situation der Gemeinde Grefrath spiegelte sich auch bei der Sportlerehrung wieder. Bürgermeister Manfred Lommetz sprach sie an und bat um Verständnis, dass auch im Sport hier und da Kürzungen vorgenommen werden müssten. Inwieweit die Sportverein bei den Energiekosten mit ins Boot genommen werden können, solle in einem "tragfähigen Konzept mit dem Gemeindesportverband" (GSV) erarbeitet werden, sagte Lommetz. Manfred Knipper, zweiter Vorsitzender des GSV, erinnerte an die vielen Aufgaebn des Sports und des GSV, unter anderem an das Erstellen der Hallenbelegungspläne, eine Arbeit, die der GSV seit Jahren der Gemeinde abnimmt.

(mab)
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