Schüler der Gesamtschule Kempen führen eigene Theaterstücke auf

Gesamtschule Kempen : Bretterboden: Bewegung und Rhythmus

Kempener Gesamtschüler zeigen, was sie im Fach „Darstellen und Gestalten“ erarbeitet haben. Es besteht aus den Elementen Kunst, Sport, Deutsch und Musik. Es gab großen Applaus.

Schwarz gekleidete Schülerinnen und Schüler düsen aufgeregt durch die Aula der Gesamtschule Kempen, die sich immer mehr mit Besuchern füllt. Eltern, Großeltern und Geschwister sind gekommen, um sich die Aufführung „Bretterboden 3.0“ anzusehen. Die Jahrgänge sieben bis neun präsentieren nun schon zum dritten Mal die Ergebnisse eines ganzen Schuljahres im Fach „Darstellen und Gestalten“.

Lehrerin Johanna Weber erklärt: „Dabei handelt es sich um ein künstlerisches Fach mit Elementen aus Kunst, Sport, Deutsch und Musik.“ Es sei ein Wahlpflichtfach und gelte als viertes Hauptfach. Alle Stücke sind echte Originale, heute finden also genau genommen nur Uraufführungen statt. Denn sie werden von den Klassen selbst erstellt, konzipiert und erarbeitet. Es gibt keine textlichen oder sonstigen Vorgaben. Der Unterricht findet in der Aula selbst statt, also mit direktem Bühnenbezug. „Das stärkt die Sozialkompetenz, das Selbstbewusstsein und Körpergefühl“, ist sich Johanna Weber sicher.

Gezeigt werden puristische kleine Stücke und Choreografien, ohne viel äußeres Drumherum. Die Schüler konzentrieren sich auf ihren Körper, auf Bewegung und Rhythmus. Klasse 7 zeigt zu harten musikalischen Klängen mechanische Bewegungen, die an Roboter erinnern. Dann wird es leiser: Beats werden allein durch Klatschen und Klopfen auf den Körper erzeugt. Szenen nachgestellt, die „Im Gottesdienst“, „Beim Zahnarzt“ oder – sehr zur Freude des Publikums – „Germany’s Next Topmodel“ heißen. Da ist dann Posen angesagt.

Zwei Kurse der Jahrgänge 9 der Gesamtschule haben Werke der Maler Edward Hopper und Wassily Kandinsky in Bewegung und Film umgesetzt. Letzteres war leider durch technische Probleme behindert. In kurzen Statements berichten Schüler aus ihren Praktika. Zu einem Gemälde mit einem Paar auf einer Bank am Meer erzählen zwei Schülerinnen eine poetisch-einfühlsame Story. Zum Schluss klappern dann in nachgestellten Tischszenen die Löffel rhythmisch auf Tische, Geschirr und den berühmten Bretterboden.

Alle Bühnenstücke sind in langer Arbeit sorgfältig erarbeitet, fleißig eingeübt und werden mit Disziplin und Ernst gezeigt. Am Ende gab es großen Applaus für die jungen Künstler.

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