Rotary-Club informiert Schüler in Kempen über Berufswelt

Kempen : Praktiker stellen Berufe im Gymnasium Thomaeum vor

Rotary-Club Kempen-Krefeld traf Schüler der Kempener Gymnasien und der Liebfrauenschule.

Nach 90 Minuten Fragen und Zuhören fiel das Urteil positiv aus: „Von der praktischen Seite haben wir über Berufe bisher noch nichts gehört. Deshalb war das sehr interessant heute“, lautete das Urteil zahlreicher Schüler der beiden Kempener Gymnasien und der Liebfrauenschule Mülhausen, für die der Rotary-Club Kempen-Krefeld wieder eine Berufsinformation organisiert hatte. Da die Mitglieder selbst nicht alle Berufe abdecken konnten, hatte Odilo Heitzig, der Berufsdienstbeauftragte des Clubs, auch Mitarbeiter von Firmen und Behörden (Agentur für Arbeit, Bundeswehr, Polizei) sowie Hochschulen (Fontys Venlo und Hochschule Niederrhein) für eine Beratung gewonnen.

Von A bis Z, vom Architekten bis zum Zahnmediziner, reichte die Palette der Berufe. Auf großes Interesse stieß im Gegensatz zu früheren Jahren diesmal die Architektur (Thomas Blohm-Schröder), während sich die Landtagsabgeordneten Marcus Optendrenk (CDU) und Dietmar Brockes (FDP) zunächst über Interna der schwarz-gelben Koalition im Düsseldorfer Landtag unterhalten konnten, ehe zwei Schüler sich danach erkundigten, wie man Politiker werden kann. Ihr Rat: „Erst einen ordentlichen Beruf erlernen.“ Die Psychologin Isabel Exler machte großen Eindruck mit ihren Fallstudien bei der Lösung medizinischer Unerklärlichkeiten. Unerwartet großen Zulauf hatten die Journalisten Tobias Klingen und Manfred Meis, die ihren jungen Zuhörern erklärten, dass die Medienbranche wegen der digitalen Revolution im Umbruch ist.

Zu Beginn hatte die Schulleiterin des Thomaeums, Agnes Regh, das Anliegen des Rotary-Clubs Kempen-Krefeld begrüßt, aus dem Berufsleben zu berichten, um den jungen Leuten ein realistisches Bild zu geben. Clubpräsident und Landrat Andreas Coenen riet dazu, „das zu tun, was ihr könnt und was euch Spaß macht“. Das loteten die Schüler in drei Runden zu je 20 Minuten aus; danach wussten einige: „Das ist interessant“ oder „Das ist nichts für mich“. Für Florian Erdmann, den zuständigen Lehrer für Berufs- und Studienberatung am Thomaeum, sind das schon wichtige Erkenntnisgewinne seiner Schützlinge für den weiteren Lebensweg nach dem Abitur.

Der Rotary-Club Kempen-Krefeld ist Teil einer weltweiten Bewegung. Der erste Rotary-Club wurde 1905 in Chicago von dem Rechtsanwalt Paul Harris gegründet. Das Motto –  „service above self“ (selbstloses Dienen) – markiert die Idee: Dienst an der Gemeinschaft. Mitglied wird man nur auf Einladung eines Clubs. Heute sind weltweit 1,2 Millionen Menschen in 35.000 Rotary-Clubs in mehr als 200 Ländern organisiert. In Deutschland gibt es gut 1000 Clubs mit rund 55.000 Mitgliedern.

(RP)
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