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Richtfest für neues Kempener Teilrathaus

Schorndorfer Straße : Richtfest fürs neue Teilrathaus

Die Stadt Kempen und der Projektentwickler Consens haben am Freitag Richtfest für die drei Bürohäuser an der Schorndorfer Straße gefeiert. Im November 2019 sollen dort Ämter der Stadtverwaltung einziehen.

Mit Vertretern aus Rat und Verwaltung sowie vom Projektentwickler und den beteiligten Baufirmen wurde am Freitagmittag Richtfest an der Schorndorfer Straße gefeiert. Und es gab verbales Schulterklopfen vom Kempener Bürgermeister Volker Rübo und von Gerd Janssen, Geschäftsführer der Consens Gesellschaft für Projektentwicklung (kurz: Hout Consens), für das gemeinsame Werk. Im Juni 2018 wurde die erste von drei Baugruben ausgehoben, Ende Oktober 2019 sollen die drei Bürogebäude von Hout Consens an die Stadt übergeben werden. Dann werden dort die Mitarbeiter des Dezernats des Beigeordneten Michael Klee mit den Ämtern für Soziales und Senioren, Schule und Sport sowie Jugend neue und moderne Arbeitsplätze erhalten.

Die drei Häuser, die auf dem Gelände der früheren Arnoldwerke gebaut werden, bilden das neue Teilrathaus. Die Gebäude mit einer gesamten Nutzfläche von 3600 Quadratmetern bieten Platz für 70 Büros und Nebenräume für etwa 90 Stadtbeschäftigte. Die Stadt lässt das neue Verwaltungsgebäude von Hout Consult schlüsselfertig errichten. Der Stadtrat hat für den Ankauf rund 9,6 Millionen Euro bewilligt. Nach Informationen unserer Zeitung soll der Kostenrahmen eingehalten werden. Es könnte am Ende, wenn alles wie bisher glatt läuft, sogar noch etwas preiswerter werden.

Gemeinsam mit Vertretern der Firma Hout Consens hatte eine interne Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung einen Bedarfsplan erarbeitet. Der wurde im Laufe der Zeit einige Male überarbeitet, was auch zu einer Kostensteigerung führte, die beim Ratsentscheid im Oktober 2017 dazu führte, dass SPD, Grüne und FDP gegen das Projekt stimmten. Schließlich war die ursprünglich festgelegte Kaufsumme von etwa 8,8 Millionen Euro deutlich überschritten. Bürgermeister Rübo erinnerte am Freitag bei seiner Rede zum Richtfest auch daran, dass im Laufe der Planungen insgesamt 47 Positionen bei der Baubeschreibung geändert werden mussten. Die Gebäude erhalten eine besondere IT-Ausstattung, sind barrierefrei, und es wird einen Raum für einen Krisenstab geben, der bei einer besonderen Lage wie einer Bombenentschärfung zusammentritt.

Für die Stadt sei wichtig, und das betonte der Bürgermeister, dass mit dem neuen Teilrathaus die unzureichende Unterbringung der Verwaltungsmitarbeiter in einem ersten Schritt deutlich verbessert werden kann. Vom ursprünglichen Plan, nach der Fertigstellung der drei Bürohäuser zunächst das Rathaus am Buttermarkt leer zu ziehen, um es anschließend zu sanieren und zu modernisieren, musste sich die Stadt allerdings verabschieden. Für eine solche Sanierung gibt es nach wie vor auch nicht ansatzweise ein Konzept. Erschwerend aus Sicht der Stadtverwaltung kommt hinzu, dass das Rheinische Amt für Denkmalpflege das Rathaus als Denkmal ausweisen lassen möchte. Erst wenn genau feststeht, wie weit die Unterschutzstellung tatsächlich geht, kann die Stadt die Rathaussanierung planen. Gleichwohl, so betonte Rübo, werde sich die Situation für die Mitarbeiter verbessern, wenn einige Ämter in den Neubau umgezogen sind. Dann werde man im Rathaus etwas mehr Platz haben – auch für neue Mitarbeiter, die die Stadt Kempen engagieren möchte.

Rübo und Hout-Consens-Geschäftsführer Janssen stellten den Baufortschritt und die gute Zusammenarbeit heraus. Hout Consens hat bereits das gesamte Arnoldgelände am Kempener Bahnhof entwickelt und unter anderem das Altenheim St.-Peter-Stift im Kempener Süden gebaut. Für die drei Bürohäuser zeichnet der Architekt Martin Tietjen von TBP-Generalplanung aus Düsseldorf verantwortlich. Zum Richtfest war auch Hans Hout als Chef der Hout-Unternehmensgruppe gekommen.