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Rettungsdienst in Grefrath: Hilfsfristen werden fast immer eingehalten

Notfälle im Kreis Viersen : Rettungsdienst in Grefrath hält Hilfsfrist immer öfter ein

Immer öfter wird in Grefrath das Zwölf-Minuten-Fenster eingehalten, bis ein Rettungswagen am Einsatzort eintrifft. Das erhöht die Sicherheit. Aber es gibt auch noch einige Herausforderungen.

Die Stadt Kempen hat bereits Zahlen zu den erreichten Hilfsfristen der Notfallrettung im Jahr 2020 veröffentlicht. Damit wird verdeutlicht, bei wie vielen Einsätzen des Rettungsdienstes die Frist nicht überschritten wurde, innerhalb von zwölf Minuten am Einsatzort zu sein. Im vergangenen Jahr stieg diese Quote für den Bereich Oedt/Mülhausen auf 98,28 Prozent (Vorjahr 93,82; 2018: 94,32), für den Bereich Grefrath/Vinkrath auf 90,48 Prozent (Vorjahr: 87,50; 2018: 80,28).

Vertreter im Beirat „Krankentransport und Rettungsdienst“ der Stadt Kempen ist der Grefrather Manfred Wolfers jun. Außerdem ist er stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Verbraucherschutz, Ordnung und Rettungswesen des Kreises Viersen. „Die deutliche Verbesserung, die Hilfsfristen zu erreichen, ist eine sehr gute Nachricht. Die Sicherheit der Bevölkerung in Grefrath hat sich damit erhöht, da in vielen Fällen schneller Hilfe durch die Mannschaft von Rettungs- oder Notarztwagen geleistet wurde“, erklärte Wolfers. Die Gründe für diese Verbesserungen seien komplex, da mehrere Aspekte eine Rolle spielten. Beispielsweise müsse man sowohl die Anzahl der Paralleleinsätze mit in die Bilanz einrechnen als auch die jeweilige Verkehrssituation.

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Ein neuer Bedarfsplan für den Rettungsdienst für den Kreis befinde sich derzeit in der Phase der Umsetzung, er werde erst im Laufe des Jahres wirksam werden. Wolfers geht davon aus, dass der Versorgungsbereich für die Rettungswagen so zugeschnitten war, dass die Rettungswache nur noch Kempen und Grefrath versorgt habe. Auch die Veränderungen durch die Corona-Krise werden die Zahlen beeinflusst haben.

Alle Herausforderungen seien damit allerdings nicht gelöst, betonte Wolfers: „Ziel sollte sein, dass in allen vier Ortsteilen der Gemeinde die Zwölf-Minuten-Hilfsfrist immer eingehalten wird und bei vielen Einsätzen die Eintreffzeit deutlich darunter liegt.“ Das sei vor allem in Vinkrath ein Thema. Grundsätzlich sei aus den Zahlen von 2020 die Entwicklung für die Zukunft nicht ableitbar. Die laufende Umsetzung des Bedarfsplans für den Rettungsdienst, zusätzliche Rettungswagen in Nettetal und Tönisvorst und die andauernde Effekte der Corona-Pandemie – erst die Daten aus dem Jahr 2022 würden ein vollständiges Bild ergeben, erklärte Wolfers.

Die Notfallrettung werde jedoch ständig weiterentwickelt. „Man wird alles dafür tun, damit betroffenen Personen schnellstmöglich Hilfe geleistet werden kann“, sagte Wolfers. So werden an vielen Stellen in den Außenbezirken Hinweisaufkleber angebracht, damit die Einsatzstellen möglichst schnell identifiziert werden können. Zudem plane der Kreis Viersen mit der Ersthelfer-App und einem Tele-Notarzt weitere Verbesserungen, erklärte Wolfers.