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Renate und Rolf „Rolli“ Wilmen aus Kempen feiern Goldhochzeit

Goldhochzeit in Kempen : Im Schwimmbad hat es gefunkt

Renate und Rolf „Rolli“ Wilmen feiern am Freitag Goldhochzeit. Vor 50 Jahren läuteten in der Kapelle St. Konrad auf dem Hülser Berg die Hochzeitsglocken. Im Schwimmbad an der Burgstraße lernten sie sich kennen.

„Rolli“ war Wasserballer beim SV Aegir, gehörte der Schwimmabteilung der DJK Rheinwacht an und war Rettungsschwimmer bei der DLRG. „Es funkte zwischen uns sofort“, erinnert sich seine Renate noch heute. Rolf Wilmen arbeitete damals als Elektromechaniker und kellnerte abends im Tivoli-Haus oder in der Traberklause. Nebenan arbeitete Renate als Friseurin im elterlichen Betrieb Schumacher.

Sechs Tage nach der Hochzeit eröffnete das Paar an der Kerkener Straße die Gaststätte „Bei Rolli“. Das Geschäft lief vom ersten Tag an bombig. Gleich im ersten Monate wurden 75 Hektoliter Bier verkauft. Da „Rolli“ Mitglied in 17 Vereinen war, wurde das Lokal zum Anziehungspunkt vieler Clubs. Dazu gehörte auch die Prinzengarde, die aus dem SV Aegir entstand. „Rolli“ ist der erste Ehrenleutnant der Garde. Auch die gutbürgerliche Küche zog viele Kempener und Auswärtige an. Der Renner waren zum Beispiel Renates Muscheln.

 Renate und Rolf Wilmen heirateten vor 50 Jahren.
Renate und Rolf Wilmen heirateten vor 50 Jahren. Foto: repro

Nach 29 Jahren endete die Ära „Bei Rolli“. Doch an ein Rentnerdasein dachten beide nicht. Sie arbeiteten nebenbei im Bau- und Gartencenter „Self“ und wurden dort bei Mitarbeitern und Kunden geliebt und geschätzt. 2009 erkrankte Renate Wilmen an Parkinson. Seitdem kümmert sich „Rolli“ um sie. Wegen der Krankheit feiert das Paar seine Goldhochzeit zu Hause nur im kleinen Kreis. Wer gratulieren will, kann gerne anrufen oder schreiben.

(hgs)