Reihe „Klangkosmos Weltmusik“ in der Kempener Paterskirche mit sechs Konzerten

Serie – Die neue Kultursaison in Kempen (4) : Die Reise beginnt in Schweden

Die Reihe „Klangkosmos Weltmusik“ in der Kempener Paterskirche bietet sechs Konzerte von September bis Mai.

Am Anfang tat sich die Reihe „Klangkosmos Weltmusik“ in Kempen schwer. Mittlerweile sind es aber immer mehr Konzertbesucher, die sich gerne auf Musikwelten einlassen, die sie sonst vielleicht nie kennen lernen würden.

Die Weltreise dieser Konzertreihe in der Paterskirche im Kulturforum Franziskanerkloster (Burgstraße 19) fängt in Schweden an. Am Donnerstag, 12 September, ist um 20 Uhr die Gruppe „Symbio“ zu Gast. Johannes Geworkian Hellman (Drehleier) und Lars Emil Öjeberget (Akkordeon und Kickboc) laden zu einer Reise ins schwedische Folk-Universum ein. Beide studierten am Swedish Royal College of Music in Stockholm und an der Sibelius Academy in Helsinki. Seit 2011 spielen sie als Duo zusammen. Sie treten stets mit Eigenkompositionen auf, die klassische schwedische Volksmusik mit minimalistischer Kunstmusik verbinden.

Am Freitag, 4. Oktober, geht es um 20 Uhr nach Albanien. „Sazet e Permit“ präsentiert dann Mehrstimmiges aus Südalbanien. Alban Uequiri (Rahmentrommel und Gesang), Sadik Zequiri und Josef Shukallari (Klarinette), Jarek Muco (Laute und Gesang) und Yilli Muco (Akkordeon) pflegen einen Stil, den es ausschließlich in Südalbanien und im Nordwesten Griechenlands gibt. Ison heißt die Gesangsart, die sich in einem ganz engen Tonrahmen bewegt, der unterschiedlich interpretiert wird.

Am Dienstag, 26. November, werden die Besucher nach Südafrika eingeladen. Die „Afrika Mamas“ Ntombifuthi Maureen Lushaba, Nonhlanhla Dube, Zukiswa Johanna Majozi, Patricia Ntombifuthi Shand, Sindisiwe Jacqueline Khumalo und Sibongile Averlina Nkosisingen Lieder, die sich vor allem mit der Situation der Frauen in ihrer Heimat beschäftigen. Es geht um Gleichberechtigung oder um ihre eigenen Erfahrungen als allein erziehende Mütter. Außerdem um die täglichen Probleme, wenn man mal wieder ohne Strom auskommen oder sich mühsam sein Geld mit dem Verkauf von selbst gebackenem Kuchen verdienen muss.

Einen weiteren Kontinent-Wechsel gibt es am Donnerstag, 23. Januar, um 20 Uhr. Dann ist Lee Na-rae aus Südkorea zu Gast. Die Sängerin kommt mit den Musikern Lee Hwa-Jung (Gayaguem), Lee Simun (Gitarre) und Hwang Jin-a (Geomungo) mit einem „Pansori-Konzert“ unter dem Titel „Ong-nyeo – eine verfluchte Frau“. Pansori ist ein traditioneller Gesang, der inzwischen als immaterielles Kulturerbe anerkannt ist. Im Konzert wird im Gesang die Geschichte eines uralten Epos erzählt. Darin geht es um eine Frau, die ihren Mann verliert, ein zweites Mal heiratet, aber immer wieder vom Schicksal verfolgt wird.

Am Sonntag, 29. März, geht’s um 18 Uhr nach Afghanistan. „Safar“ bringt Sufi-Musik und klassische Stücke der afghanischen Musikkultur mit. Ustad Remeen (Rubab), Ustad Murad Sarkhosh (Ghichak, Gesang) sammeln die traditionelle Musik des Landes und versucht sie zu bewahren. Sie arbeitet mit der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar zusammen, damit dieser Schatz bewahrt wird.

Am Mittwoch, 27. Mai, darf man in die „Magischen Musikwelten der Anden“ reisen. Niyreth Alarcon (Gesang) Luis Fernando Franco Duque (Blasinstrumente und Percussion) und Juan Carlos Montes Garcia (Gitarre) aus Kolumbien haben zahlreiche Auszeichnungen für ihre Interpretationen traditioneller lateinamerikanischer Musik erhalten.

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