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Regional-Forum in Prozess der Leader-Förderung in Grefrath und Kempen

Grefrath und Kempen machen mit : Nächster Schritt zur Leader-Region vollzogen

Förderungen könnten ab 2023 möglich sein, wenn die Bewerbung als gemeinsame Leader-Region gelingt. Beim Regional-Forum sammelten Bürger jetzt auch Ideen für kreisübergreifende Projekte. Noch bis zum 23. Januar können sich Interessierte beteiligen.

Um die Bewerbung für das Leader-Förderprogramm erfolgreich zu gestalten, waren Bürger jetzt zu einem digitalen Forum eingeladen. Ziel dieser Zusammenkunft war, Ideen oder gar Visionen für die Region zu entwickeln. Leader will Menschen und Kommunen verbinden über Kreisgrenzen hinweg.

Was bedeutet Leader? Leader steht für „Liaison entre actions de développement de l‘économie rurale“. Übersetzt heißt das „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung des ländlichen Raumes“. Im Mittelprogramm steht also die Stärkung des ländlichen Raumes. Schwerpunktthemen können dabei beispielsweise Wirtschaft, soziales Leben, Natur, Kultur oder auch Erholung sein.

Wer bewirbt sich? Grefrath, Kempen, Wachtendonk, Issum, Kerken und Rheurdt bewerben sich gemeinsam für die Förderperiode 2023 bis 2017.

Wer hatte die Idee? Wachtendonks Bürgermeister Paul Hoene suchte das Gespräch mit Grefraths Bürgermeister Stefan Schumeckers. Inhalt des Gesprächs war neben anderem eine durchaus ausbaufähige Mobilität zweier benachbarter Kommunen: Viele Schülerinnen und Schüler aus Wachtendonk besuchen die Liebfrauenschule in Grefrath-Mülhausen. Eine mögliche Förderung durch das Leader-Programm wurde diskutiert. Ein Beispiel: Die Verkehrssituation für Radfahrer und Radfahrerinnen könnte so verbessert werden.

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Welchen Aktionen sind kurzfristig geplant? Bis zum 23. Januar sind Bürger weiterhin eingeladen, an einer Online-Umfrage teilzunehmen (umfragen.cima.de/index.php/643348?lang=de). Mit der Umfrage will das den Prozess betreuende Büro Cima aus Köln herausfinden, wie Bürgerinnen und Bürger die regionsbezogenen Rahmenbedingungen einschätzen und welche Ideen sie für die nachhaltige Weiterentwicklung der Region als Wirtschafts-, Lebens- und Erholungsraum haben. Mehrstufige Beteiligungsverfahren (Online-Umfrage, Regional-Forum und Experten-Interviews) der Bürgerschaft sind Voraussetzung für eine gute Bewerbung, so Grefraths Wirtschaftsförderin Laura Bürkert. Bis zum 4. März muss die Bewerbung abgegeben werden. Nachjustierungen durch die Kommunen sind noch möglich. Erste Projekte könnten ab 2023 gefördert werden.

Wird die Förderung erteilt, ist die Einrichtung eines Regionalmanagers oder einer Regionalmanagerin mit einer geförderten 1,5 Vollzeitstelle vorgesehen, die die Projektumsetzungen begleitet. Außerdem wird für die fünfjährige Förderperiode eine lokale Aktionsgruppe mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Vertreterinnen und Vertretern von Kommunen, Wirtschaft, Landwirtschaft, Vereinen, Verbänden und anderen Akteuren aus der Region gegründet. Sie entscheidet unter anderem auch über die Projektauswahl im Rahmen der Leader-Förderung.

Welche Schwerpunkte wurden gesetzt? Mobilität und Verbindungen, Regionalität und Nachhaltigkeit, lebenswerter Niederrhein und der Bereich Tourismus, Freizeit und Kultur.

Gibt es schon konkrete Ergebnisse aus dem Regional-Forum am 12. Januar? „Wir sind gut aufgestellt, was das Heimatgefühl betrifft“, sagt Laura Bürkert, „die Menschen haben Lust auf ihre Region und diese zu gestalten.“ Deutlich sei aber geworden, dass vor allem im Bereich der Mobilität großer Nachholbedarf bestehe. Busse „on demand“, Car-sharing, Mitfahrbänke wurden beispielhaft genannt.

Was kann gefördert werden? Bürgerbus initiieren, Radwege optimieren, Mobilität und Regionalität stärken, Hoftage organisieren, soziale Projekte, Lieferservice per Lastenrad, Netzwerktreff für Jugendliche, alte Obstsorten neu im Blick – die Liste ist lang. Diese Ideen aus der Bürgerschaft werden gerade in der Online-Umfrage gesammelt. Beschlossen oder gefördert ist noch kein Projekt.

Wer gehört zu den Teams aus den teilnehmenden Kommunen? Dazu gehören das Stadt- oder Gemeindemarketing, der jeweilige Ansprechpartner im Tourismus, die Pressestelle und die Wirtschaftsförderung. Diese Steuergruppen stehen unter der Regie der jeweiligen Bürgermeister der beteiligten Kommunen.