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Rat in Kempen macht den Weg frei für weitere Sportpark-Planung

Erste Schritte in Richtung Familiensportpark Berliner Allee : Rat gibt grünes Licht für Sportpark-Planung

Mit dem geplanten Neubau für die Gesamtschule auf dem Ludwig-Jahn-Platz soll an der Berliner Allee ein Familiensportpark entwickelt werden. Im Rat ging es nun um den Anforderungskatalog für die Anlage.

Wenn auf dem Gelände des Ludwig-Jahn-Sportplatzes an der Berliner Allee ein Neubau für die Gesamtschule errichtet wird, soll der Sport in Kempen nicht das Nachsehen haben. So soll die Sportanlage zum Familiensportpark erweitert werden. Erster Schritt: ein Rasensportplatz als Ersatz mitsamt den Nebenanlagen für die Leichtathletik. Den Anforderungskatalog für Naturrasenplatz, Leichtathletik-Anlagen und Umkleiden hat der Stadtrat nun in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, nachdem zuletzt mit dem SV Thomasstadt Gespräche geführt wurden, bei denen man sich auf eine gemeinsame Linie einigen konnte. Gleichzeitig beschloss der Rat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause auch, zeitlich parallel mit dem Naturrasenplatz einen Kunstrasenplatz anzulegen.

Die Stadtverwaltung hatte mit Blick auf eine effektive Baustellenorganisation und den zu sanierenden Tennenplatz empfohlen, den Kunstrasenbau frühzeitig anzugehen. Der Bau des Kunstrasenplatzes und der folgende Rückbau des Tennenplatzes stellten die Grundvoraussetzungen für die Errichtung weiterer öffentlicher Sport- und Freizeitangebote wie Skateranlage, Trendsport-Anlage, Boulebahn und mehr dar, sei ebenfalls Voraussetzung für die Erschließung durch Fuß- und Radweg. Würde man den Bau des Kunstrasenplatzes aufschieben, verzögere das die gesamte weitere Entwicklung zum Familiensportpark, führte die Verwaltung aus.

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Die SPD hatte mit Blick auf die Kosten beantragt, zunächst nur einen baugleichen Ersatz für den Ludwig-Jahn-Sportplatz zu schaffen.  Zudem stehe immer noch die Zusage im Raum, in St. Hubert einen zweiten Sportplatz zu bauen. An der Berliner Allee einen zweiten Kunstrasenplatz zu bauen, bevor eine Klärung für St. Hubert erfolgt sei, sei ein falsches Signal, begründete der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Gareißen seinen Antrag. Auch die Verwaltung sieht Handlungsbedarf in St. Hubert, wollte beides nun aber nicht miteinander verquickt wissen. Über die Sportanlagen in St. Hubert solle im Rahmen der laufenden Sportentwicklungsplanung diskutiert werden, empfahl der Erste Beigeordnete Bennet Gielen. Für den Vorschlag der SPD, zunächst also nur einen Ersatz für den derzeitigen Sportplatz zu schaffen, stimmte im Rat letztlich nur die SPD. Man wolle nicht gegenarbeiten, nur eine Einsparmöglichkeit aufzeigen, betonte Gareißen in der Ratssitzung. Wenn es nicht anders gehe, werde man ebenfalls für den Vorschlag der Verwaltung stimmen. So kam es dann auch, bis auf eine Gegenstimme (Stefan Ditzen)  konnte der gesamte Rat dem Vorschlag der Verwaltung folgen. Ditzen wies auf den ökologischen Nutzen eines Naturrasenplatzes hin, der bei einem Kunstrasenplatz nicht gegeben sei.

(biro)