Stadt Kempen: Rätsel um Halloween-Knallerei gelöst - Feuerwerk genehmigt

Stadt Kempen : Rätsel um Halloween-Knallerei gelöst - Feuerwerk genehmigt

Die Knallerei am Abend von Halloween, die weithin in Kempen und dem Umland zu hören war, geht auf eine halbe Tonne Feuerwerkskörper zurück, die bei einer privaten Geburtstagsfeier in Kempen gezündet worden war. Es sei ein "etwas größeres Feuerwerk" gewesen, erläuterte Sascha Krumbach, Geschäftsführer der Firma Pyroteam Düsseldorf, die das Spektakel ausgerichtet hat. Sogar in der Region hatte die Knallerei für einige Aufregung gesorgt; die Polizei in Krefeld war ausgerückt, um die Ursache zu finden. Sie wusste nichts von dem Feuerwerk in Kempen. Ein Kempener habe damit den 50. Geburtstag seiner Ehefrau gefeiert, berichtet Krumbach; das Feuerwerk sei musiksynchron gewesen - die Pyrotechnik war also auf Musik abgestimmt. Für das Feuerwerk habe es eine Genehmigung gegeben, betont Krumbach. Hintergrund: Eine Fachfirma darf ein solches Feuerwerk ausrichten und muss es gegenüber den Behörden anzeigen - sind alle Sicherheitsbestimmungen eingehalten, darf die Genehmigung nicht verwehrt werden. Der freie Verkauf von Feuerwerkskörpern an Privatleute ist lediglich vor Silvester vom 29. bis zum 31. Dezember erlaubt, das Zünden der Raketen, Heuler und Co. ist nur am 31. Dezember und am 1. Januar gestattet.

Die Sicherheitsbestimmungen sind immer strikt: Es gibt Sicherheitsabstände - bei einem kleineren Spektakel reichen 20 Meter; bei einem größeren wie dem in Kempen, bei dem zum Beispiel Feuerwerksbomben mit einer Steighöhe von 200 Meter gezündet wurden, sind es schon 185 Meter Abstand zwischen dem Feuerwerk und den Zuschauern, erläutert Krumbach.

Für ihn ist es Alltag, solche Ereignisse zu organisieren. "Wir machen an einem Tag am Wochenende bis zu acht Feuerwerke", berichtet er, die Kosten beginnen ihm zufolge bei 1000 Euro und gehen rauf bis in fünfstellige Bereiche. In der Regel wird die Öffentlichkeit nicht informiert, um Menschaufläufe zu vermeiden - schließlich handele es sich meist um private Feiern.

(vo)
Mehr von RP ONLINE