Stadt Kempen: Radler auf Schnäppchenjagd

Stadt Kempen: Radler auf Schnäppchenjagd

Bei der 18. Auflage des Kempener Fahrradflohmarkts wechselten am Samstag auf dem Buttermarkt wieder etliche Drahtesel ihre Besitzer. Veranstaltet wurde der Markt vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club und der Stadt.

Ob Schnäppchen oder alte Schätze, beim Fahrradflohmarkt auf dem Kempener Buttermarkt waram Samstag jede Art von Drahtesel vertreten: das elegante Sportrad, das bunte Kinderrad, das beliebte Hollandrad oder das bergerprobte Geländerad. In jeder Farbe und jeder Größe wechselten Fahrgestelle ihren Besitzer.

Das Wetter spielte mit. Viele Besucher schlenderten über den Buttermarkt und für viele Käufer war der Flohmarkt die richtige Anlaufstelle, um den Nachwuchs mit einem neuen Fahrrad auszustatten oder sich selbst ein neues Sportrad zuzulegen. Durch die hohe Besucherzahl und das fleißige Handeln bewiesen die Kempener wieder ihre Fahrradfreundlichkeit.

Die Polizei registrierte auf Wunsch die Fahrräder. Dafür gab's einen Aufkleber. Foto: Prümen Norbert

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) bot dabei einen besonderen Service, um sicherzustellen, dass keine geklauten Räder verkauft werden. Ab 10 Uhr waren die Mitglieder des ADFC in gelben Westen unterwegs, und verteilten die Kaufverträge, die mit Personalien des Verkäufers sowie der Rahmennummer ausgefüllt werden mussten. Eine Zweitschrift ging an Vertreter der Polizei.

Um auch in Zukunft die neu erworbenen Räder vor dem Diebstahl zu schützen, bot die Kempener Polizei gleich eine Registrierung für mehr Sicherheit im Straßenverkehr an. Durch eine Nummer, die auf den Rahmen geklebt wird, kann das Fahrrad schnell identifiziert werden. So wird es für Diebe unattraktiv.

Dicht gedrängt standen die zum Verkauf angebotenen Fahrräder auf dem Buttermarkt. Ihre Besitzer hatten sie zuvor mächtig herausgeputzt. Foto: Prümen

Auch ausgefallene Angebote wie Einräder, Laufräder, Dreiräder oder größere Teile von Fahrradzubehör standen zum Verkauf. Viele Neugierige bummelten über den Markt und es wurde fleißig gestöbert, gehandelt und gekauft. Die achtjährige Lea war ganz stolz auf ihr rotes Kinder-Hollandrad, das ihr Vater gerade für sie erworben hatte.

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Die begeisterte Radfahrerin freute sich, demnächst damit zur Schule fahren zu können. Auch der Verkäufer, der gleich zwei nicht mehr genutzte Räder im Angebot hatte, war zufrieden. Er hat nun endlich wieder mehr Platz in der Garage und ist froh, dass die Fahrräder wieder zum Einsatz kommen.

Eine Anmeldung zum Verkauf war nicht erforderlich. Es fielen lediglich Kosten von zwei Euro für das erste angebotene Rad und ein Euro für jedes weitere Rad an.

An vielen Ecken wurde gesucht und geprüft: Bremsen vorne und hinten, Rücktritt, Licht, Reflektoren und Schaltung. Interessenten unternahmen Testfahrten und sprachen ihre Begeisterung für ein Rahmengestell aus. Auch einige hochpreisige Räder waren im Angebot. Hierbei handelte es sich meist um kaum genutzte und elegante Sporträder.

Beim Kauf wurde hier allerdings länger überlegt und verhandelt, als beim kleinen blauen Flitzer für den Nachwuchs. Fahrräder mit Blümchenmuster, schlichte Herrenräder oder das ausgefallene Cruiser-Bike. Die Anbieter präsentierten Räder aller Arten und Preisklassen auf dem gesamten Buttermarkt.

Viele Verkäufer gaben bereitwillig zu, am Vortag noch viel Arbeit in das Fahrgestell gesteckt zu haben. Reifen wurden aufgepumpt, der Rahmen geputzt und die Klingel auf seine Funktion getestet. Auf dem Fahrradflohmarkt wechseln Fahrräder ganz unkompliziert und von privat an privat ihren Besitzer. Der ADFC war bei Beratung und technischen Fragen zur Stelle, und betreute das Geschehen auf dem Buttermarkt. Bereits zum 18. Mal veranstaltete der Club zusammen mit der Stadt Kempen den Fahrradflohmarkt.

(RP)