1. NRW
  2. Städte
  3. Kempen

Radfahren: Lob für Kempen

Kempen : Umfrage unter Radfahrern: Gute Noten für Kempen

Laut einer bundesweiten Umfrage bekommt die Thomasstadt bei der Frage nach der Fahrradfreundlichkeit die Note 3,4. Das bedeutet Platz 35 bei den Städten zwischen 20.000 und 50.000 Einwohnern.

Radfahren ist bei den Kempenern ausgesprochen beliebt. Was sicherlich auch daran liegt, dass die Rahmenbedingungen hier – im Vergleich zu anderen Städten – sehr gut  sind. Bei einer Befragung in 311 Städten zwischen 20.000 und 50.000 Einwohnern  kam die Thomasstadt auf einen guten 35. Platz und bekam eine Schulnote von 3,4. Als besonders positiv wurden die gute Erreichbarkeit des Zentrums und der gute Winterdienst auf den Radwegen erwähnt. Negativ zu Buche schlagen die wenig attraktive Fahrradmitnahme in den öffentlichen Verkehrsmitteln und dass nur wenige Einbahnstraße für Radfahrer geöffnet sind. An der Umfrage haben sich 117 Kempener beteiligt.

Die Autoren der Studie, beauftragt vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), weisen darauf hin, dass die Bewertungen der Teilnehmer – im Vergleich zu den meisten anderen Städten – sehr uneinheitlich sind. Neben den bereits erwähnten positiven Dingen loben die Kempener auch die Wegweisung für Radfahrer, die Akzeptanz als Verkehrsteilnehmer und ausreichende Abstellanlagen. Negativ erwähnt werden das Fehlen öffentlicher Fahrräder, die Oberflächen der Radwege und Hindernisse auf Radwegen. Ärgerlich, aber nicht zu ändern, sind bisweilen Konflikte mit Autofahrern und Fußgängern und Fahrraddiebstahl. Als Stärken und Schwächen im Vergleich zu anderen Städten nennen die Kempener im Prinzip dieselben Punkte wie beim innerstädtischen Ranking.

 Das Radfahren in der Fußgängerzone sorgt bisweilen für Konflikte mit Passanten, aber der Ärger hält sich in Grenzen.
Das Radfahren in der Fußgängerzone sorgt bisweilen für Konflikte mit Passanten, aber der Ärger hält sich in Grenzen. Foto: Heiner Deckers/heiner Deckers
  • Negativ bewerteten die Radler die holprigen
    Städte-Ranking : ADFC: Schulnote 4,3 fürs Radfahren in Viersen
  • Viele Einbahnstraßen in Xanten sind für
    Umfrage in Xanten und Rheinberg : Wo es beim Radfahren hakt
  • Vor allem an Wochenenden sind in
    ADFC hat Radler befragt : Fahrradklimatest: Wesel auf Rang 4 von 106 Städten

35 Prozent der Teilnehmer sagt aus, dass in Kempener fast alle mit dem Rad unterwegs sind.  25 Prozent   sagt, dass in Kempen das Radfahren Spaß mache. 15 Prozent fühlen sich  als gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer akzeptiert. Lediglich ein Prozent der Befragten empfindet Radfahren als Stress. Großer Kritikpunkt ist, dass die Stadt nicht streng genug kontrolliert, ob Autos auf Radwegen parken. Hier gibt es von knapp 50 Prozent die Note 5 oder 6.

Die überwiegende Mehrheit sagte, man können sich in Kempen beim Radfahren sicher fühlen, es gebe selten Probleme mit Fußgängern und Autofahrern. Beim Stellenwert des Radfahrens moniert fast ein Drittel, dass die Ampelschaltungen  nicht gut auf die Belange der Radfahrer abgestimmt sind.

Übrigens: Die Gesamtheit der Bewertung hat sich im Vergleich zu 2014 und 2012 kaum geändert. Gesunken sind die Schulnoten in den Bereichen Falschparkerkontrolle auf Radwegen, Reinigung der Radwege, und Hindernisse auf Radwegen. Gebessert hat sich laut Aussage der Befragten überhaupt nichts.

Eine Übersicht der Ergebnisse aller Teilnehmerstädte des ADFC-Fahrradklima-Test gibt es auf der Internetseite www.fahrradklima-test.de/karte. Krefeld beispielsweise schneidet  hier mit der Note 4,2 deutlich schlechter ab als Kempen. Noch schlechter sind offenbar die Radfahrer in  Viersen dran, hier verteilten die Befragten gerade einmal  die Note 4,3. Keine aktuellen Zahlen gibt es in diesem Jahren für Willich, Tönisvorst und Grefrath.