Quartiersbüro Oedt besteht seit einem Jahr

Nachbarschaftstreff: Quartiersbüro Oedt: In einem Jahr sehr viel erreicht

Maren Rose-Hessler und Nicole Geitner sind die treibenden Kräfte. Von allen Seiten gab es jede Menge Lob für ihre Arbeit.

„Das ist hier eine echte lokale Erfolgsgeschichte“, sagt Grefraths CDU-Vorsitzender Dietmar Maus. Er kommt gerade ins Quartiersbüro an der Hochstraße 53 in Oedt und steuert sofort auf die zwei Macherinnen zu, Nicole Geitner und Maren Rose-Hessler. Er bedankt sich bei ihnen für das Engagement. Gefeiert wurde nämlich jetzt das einjährige Bestehen dieser Anlaufstelle in Oedt und des Treffs der Nachbarschaften.

Es war ein Tag der offenen Tür. Grefraths Wirtschaftsförderer, Jens Ernesti, bringt zum ersten Geburtstag des Quartiersbüros eine Topfpflanze mit. „Diese Initiative war eine gute Idee, hoffentlich machen zukünftig noch mehr Frauen und Männer mit, um das Gemeinschaftsgefühl weiter zu stärken“, sagte eine etwa 70-jährige Oedterin erfreut.

Derweil sitzen im Nebenraum unter anderem Georg Fasselt, Michael Müller von den „Perspektiven“ oder Morena Hommel, eine Künstlerin von der „Bunten Gans“, bei einer Tasse Kaffee zu einer Art Ideenrunde zusammen, so wie diese auch immer montags von 10 bis 12 Uhr angeboten wird. An der Wand hängt ein „Weißes Brett“, auf dem auch Wünschen von einigen jungen Leuten stehen – „Streichelzoo“, „Handyhilfe“, „Frühstück für Grundschüler“ oder „Wasserspiele am Schwarzen Graben“.

Nicole Geitner, die mit der anderen Hälfte ihrer Wochenstunden im Evangelischen Altenzentrum tätig ist und dort den Sozialen Dienst leitet, hat vor einem Jahr ihre Arbeit im Quartiersbüro aufgenommen. Im April kam mit zehn Wochenstunden Maren-Rose Hessler dazu. „Wir mussten uns erst einmal hier integrieren, ehe wir mit den ersten Projekten begannen“, sagt Geitner. „Von der Arbeit der beiden Frauen haben wir im Altenzentrum schon stark profitiert, haben uns mehr nach draußen geöffnet, die Akzeptanz hat zugenommen“, lobt der Leiter des Altenzentrums, Bernd Spangenberg.

Nach wie vor werden in dem Büro eine Menge von Informationen und Hilfestellungen gegeben, die das Älterwerden einfacher machen. Aber auch junge Mitbürger können sich einbringen. Die beiden Damen äußern übereinstimmend: „Wir können immer Ehrenamtler gebrauchen, die Impulse und Ideen haben und die kreativ mit daran arbeiten.“

Nahezu täglich finden in den Räumen Veranstaltungen statt. Erst kürzlich hat ein Computerkursus begonnen. Außerdem finden unter anderem neben den Ideenrunden Sprach- und Förderkurse statt, trifft sich 14-tägig die Strickgruppe oder monatlich die „Perspektiven für Oedt“,. Außerdem gibt es das Café „Zeitlos“, in dem sich Angehörige und Menschen mit Demenz treffen.

„Unsere Erwartungen haben sich in dem ersten Jahr erfüllt“, sagt Nicole Geitner zur neuen SPD-Parteivorsitzenden, Jessica Steinmüller. Neben den regelmäßigen Events soll bald mit der Fortführung der kleinen Mosaikmauer am Altenzentrum bis zum Kindergarten an der Oststraße begonnen werden. Dazu werden noch bunte Fliesenreste benötigt. Für den Juni ist ein Kinderfest im Garten des Altenzentrums geplant. Zur nächsten Quartiersrunde mit Vertretern von Vereinen, Gruppen und Institutionen trifft man sich am Dienstag, 22. Januar, 18.30 Uhr.

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