Punkte sammeln für die Qualifizierung zur Deutschen Meisterschaft stand beim Agility Turnier der Ortsgruppe der Hundeschule Grefrath des IRJGV im Mittelpunkt.

Hundesport: Punkte sammeln für die Qualifizierung zur Deutschen Meisterschaft

Punkte sammeln für die Qualifizierung zur Deutschen Meisterschaft stand beim Agility Turnier der Ortsgruppe der Hundeschule Grefrath des IRJGV im Mittelpunkt.

„38,09 Sekunden, ohne Fehler“, kaum ertönt die Ansage über den Außenplatz der Hundeschule Grefrath des IRJGV (Internationale Rasse-, Jagd- und Gebrauchshundeverband), brandet lauter Applaus auf. Sabine Haunert, die mit ihrer fünfjährigen Australian-Shepherd-Hündin hinter dem Ergebnis steht, strahlt. „Das hat ,La Vita’ super gemacht. Damit haben wir uns eindeutig für unsere zweite Deutsche Meisterschaft qualifiziert“, freut sie sich und lobt ihre Hündin nicht nur mir Streicheleinheiten für die Leistung, sondern direkt auch mit Leckerchen. Es steht nämlich bei dem Turnier, das der Ortsverein Grefrath ausrichtet, nicht nur der Agility-Spaß an sich im Mittelpunkt, sondern es ist eines der insgesamt neun Turniere der Saison, bei denen Punkte für die Qualifizierung zur Deutschen Meisterschaft Anfang Oktober in Stade gesammelt werden.

Grefrath ist dabei das vorletzte Turnier, und entsprechend ihrer bisherigen Ergebnisse können sich die Teilnehmer bereits ausrechnen, ob es mit der Teilnahme an der Meisterschaft klappen wird. „Es gibt 22 Startplätze für die Deutsche Meisterschaft aus der Region West des IRJGV. Bewertet werden die besten sechs Läufe aus den insgesamt neun Turnieren“, erklärt Agility-Veranstalter Ralf Köster vom Grefrather Verein. Er selbst war bereits am Start, musste aber einen Fehler an der Wand hinnehmen. Sein sechsjähriger Rüde Merlin sprang zu früh ab. Wand, Wippe und Steg sind nämlich mit zwei Farben gekennzeichnet. Die Kontaktzone ist rot, und auf diese muss ein Hund mindestens eine Pfote setzen, sonst gilt das Hindernis als fehlerhaft genommen.

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Auf dem 156 Meter langen Parcours mit seinen 19 Hindernissen startet Teilnehmer nach Teilnehmer. Mit Schwung geht es über die Hürden. Die Tunnel rascheln beim Durchschießen der Hunde, und das laute Klacken, wenn die Wippe beim Lauf der Vierbeiner darüber umschlägt, schallt immer wieder über die Rasenfläche. Slalomstangen wackeln bei jedem der Hunde, die sich geschmeidig hindurch bewegen. Kurze, knappe Kommandos und Handzeichen der Hundeführer machen die Runde, wenn sie zusammen mit ihrem vierbeinigen Sportskollegen über den Parcours rennen. Immer wieder ist es dabei einer der Tunnel, der für Fehler sorgt und Richter Marcus Feimer gut sichtbar für die Protokollantinnen den Arm hochreißen lässt. „Die Hunde kommen mit viel Schwung über den Sprung und schießen, statt einen Bogen zum nächsten Sprung zu laufen, in den Tunnel hinein“, erklärt Köster den Fehler, der zur Disqualifizierung führt und der auch Emily und ihrer Hündin Bella zum Verhängnis wurde. „Wir waren so gut, dann dieser Fehler. Schade“, meint die 15-Jährige und streichelt Bella.

Insgesamt sind es knapp 50 Teams, die in zwei Kategorien an den Start gehen. Nämlich über 43 Zentimeter und bis 43 Zentimeter Schulterhöhe der Hunde. Auf dem Platz hat inzwischen rege Betriebsamkeit eingesetzt. Hindernisse werden abgebaut und andere auf- oder umgestellt. Die Klasse bis 43 Zentimeter geht an den Start. Aber ob klein oder groß, die Konzentration und die Freude an dem Sport sind Hunden und Hundeführern anzusehen. „Es macht einfach Spaß, gemeinsam mit dem Hund einen Sport auszuüben“, bemerkt Vanessa Schleuter, die gerade mit der sechsjährigen Maxi ihren Lauf absolvierte und nochmals mit ihrem anderen Hund Baxter an den Start gehen wird. „Dafür, dass wir aufgrund meiner Knieverletzung drei Wochen nicht trainieren konnten, waren wir gut“, sagt die 22-Jährige, die sich schon aufs nächste Agility-Turnier freut.

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